Auf dem neuesten Stand der Technik. Löschzug Ostenland stellt zum 90. Geburtstag neues Löschfahrzeug in den Dienst.

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Ostenland: Am 10. Mai 1929 hatten 54 Männer im Saal Beiwinkel die Feuerwehr gegründet. Das 90-jährige Jubiläum feierten die Ostenländer Feuerwehrleute jetzt mit der Indienststellung ihres neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug.

»Ohne den Mut und den festen Willen zu helfen von 54 Ostenländern stünden wir heute nicht hier«, konnte der Ostenländer Zugführer Peter Bathe zahlreiche Gäste zur Jubiläumsfeier und Fahrzeugsegnung im Feuerwehrgerätehaus begrüßen. »Damals wie heute gilt, dass alle Feuerwehrleute mit großem Ehrgeiz ihren Dienst versehen haben. Zu Gründungszeiten bildeten Brände den Einsatzschwerpunkt. Diese wurden im Vergleich zu heute mit einfachen Mitteln bekämpft. Das Einsatzspektrum hat sich seit der Gründung komplett verändert. Daran muss sich auch die Ausrüstung immer wieder anpassen«, so Peter Bathe, der allen, die an der Anschaffung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges beteiligt waren, herzlich für ihren Engagement dankte.

»Bei der Nächstenliebe ziehen Feuerwehr und Kirche an einem Strang. Bedingungsloses Handeln beim Einsatz für den Nächsten, die gelebte Gemeinschaft und das gegenseitige Vertrauen sind für beide Institutionen wichtige Schnittmengen«, betonte Diakon Reinhard Sandbothe in seinem Impuls. Anschließend segnete er das neue Fahrzeug sowie die Feuerwehrleute, die sich mit dem HLF in den Einsatz begeben.

In seinem Grußwort unterstrich Bürgermeister Werner Peitz, dass sich die Anforderungen an eine moderne Feuerwehr im Laufe der Zeit verändert haben. »Dem muss auch die Technik folgen. Aus Brandbekämpfern wurden vielseitig eingesetzte Fachleute, die sich ehrenamtlich zum Schutz der Bürger engagierten«, lobte Peitz. Nach seiner Ansicht gehört zu einer hochmotivierten und bestens ausgebildeten Feuerwehr auch ein hochmoderner Fuhrpark. »Die bestmögliche Ausstattung ist eine Selbstverständlichkeit und so ist auch dieses Fahrzeug auf die Einsatzanforderungen zugeschnitten«, betonte Peitz.

»Die Ausstattung der Delbrücker Feuerwehr zeigt, dass die Rat und Verwaltung hinter der Feuerwehr stehen. Wir löschen zwar immer noch mit Wasser, aber beim Wie hat sich viel verändert«, unterstrich der stellvertretende Kreisbrandmeister Christoph Müller, dass die Ostenländer Feuerwehrleute mit viel Herz in den Einsatz gehen.
Wehrführer Johannes Grothoff dankte den Gründern der Feuerwehr genauso wie den bisherigen Zugführern und allen Mitgliedern und Unterstützern der Feuerwehr. »Ihr alle habt den Löschzug zu dem gemacht, was er heute ist«, so Grothoff. Für den unermüdlichen Dienst in der Dorfgemeinschaft dankte der Vorsitzende des Heimatvereins, Johannes Wiesing.

Die Jubiläumsfeierlichkeit nahm Christoph Müller zum Anlass, einige langjährige Aktivposten der Feuerwehr mit der Sonderauszeichnung in Gold des Landesfeuerwehrverbandes zu ehren. Seit 60 Jahren stehen Heinrich Fortmeier, Stefan Jungewelter und Heinrich Wollförster in den Reihen der Feuerwehr. Karl-Heinz Meier, Franz Neiske und Karl Fortmeier können auf 50 Jahre in der Feuerwehr zurückblicken. Außerdem konnten die stellvertretende Wehrführer Johannes Appelbaum und Ralf Fischer noch zwei Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann nachholen. Aron Renger und Julian Kuhlmeier wurden befördert.

Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF)

Der Löschzug Ostenland stellte mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ein neues Erstangriffsfahrzeug in Dienst, dies bedeutet, das HLF rückt bei Brandeinsätzen wie auch bei technischen Hilfeleistungen als erstes Fahrzeug aus. Entsprechend umfangreich ist die Beladung des 320.000 Euro teuren Fahrzeuges. In der Fahrerkabine finden acht Feuerwehrleute und der Fahrzeugführer Platz. Das 320 PS starke Fahrzeug, das auf einem Scania-Fahrgestell aufgebaut wurde verfügt über einen 2.400 Liter großen Wassertank sowie einen fest verbauten, 120 Liter großen Schaummitteltank. Hinzu kommt eine umfangreiche Ausstattung mit Schläuchen und Armaturen. Das HLF ist mit vier Atemschutzgeräten in der Fahrerkabine ausgestattet, die auf der Anfahrt zur Einsatzstelle angelegt werden können. Auch für die technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen oder Unwettern ist das Fahrzeug ausgerüstet. So befindet sich ein Rettungssatz sowie umfangreiche technische Gerätschaften an Bord, ein LED-Lichtmast und eine LED-Rundumbeleuchtung sowie ein Notfallrucksack sowie ein Defibrilator sind ebenfalls auf dem HLF verlastet.

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Fotos: Freuten sich über die offizielle Schlüsselübergabe zum neuen Erstangriffsfahrzeug der Ostenländer Feuerwehr (von links): Die Standartenträger Dirk Kuhlmann, Jens Fortmeier und Martin Papenheinrich, Bürgermeister Werner Peitz, Löschzugführer Peter Bathe, Wehrführer Johannes Grothoff und Diakon Reinhard Sandbothe.

Mit der Sonderauszeichnung in Gold für langjährige Mitgliedschaft in den Reihen der Feuerwehr wurden (vorne von links) Stefan Jungewelter, Franz Neiske, Karl Fortmeier, Heinrich Fortmeier, Karl-Heinz Meier und Heinrich Wollförster. Zu den Jubiläen wie auch den Beförderungen gratulierten (hinten von links) die stellvertretenden Wehrführer Ralf Fischer, Johannes Appelbaum, der stellvertretende Kreisbrandmeister Christoph Müller, die beiden neuen Oberfeuerwehrmänner Aron Renger und Julian Kuhlmeier sowie der stellvertretende Ostenländer Löschzugführer Jörg Rodehutskors.

Quelle: Westfälisches Volksblatt von Axel Langer