Büren muss in Feuerwehr investieren. Viele Gerätehäuser entsprechen nicht mehr den Anforderungen.

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Büren: An den Feuerwehrgerätehäusern im Stadtgebiet Büren gibt es einiges zu tun, damit sie den aktuellen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Bauausschuss und Rat beschäftigen sich jetzt mit den Planungen eines externen Unternehmens zu dem Thema.
Die Firma Kplan aus Siegen hat alle Gerätehäuser im Stadtgebiet unter die Lupe genommen, den Istzustand beschrieben und aufgelistet, was geändert werden müsste und welche Kosten dafür in etwa anfallen würden. Über die Ergebnisse informieren sich die Politiker am Mittwoch, 30. Oktober, im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtplanung und am Donnerstag, 28. November, im Rat.

Bei der Untersuchung außen vor gelassen wurde das Feuerwehrhaus Wewelsburg. Denn das wird bekanntlich zurzeit am Ortsausgang in Richtung Böddeken in einem in Büren bisher einmaligen Kooperationsmodell von Feuerwehr, Förderverein und Stadt neu gebaut und entspricht dann allen Anforderungen.
Dazu gehören unter anderem ausreichend Platz für Helfer und Einsatzfahrzeuge, aber auch für die Privatwagen, mit denen die Feuerwehrleute zum Einsatz kommen, sowie getrennte Umkleide- und Duschmöglichkeiten für männliche und weibliche Feuerwehrkräfte.

Wie sich das für alle Gerätehäuser im Stadtgebiet verwirklichen lässt, sollte eigentlich im zweiten Schritt des Konzepts vom Unternehmen Kplan erarbeitet werden. Das allerdings ist nicht so einfach, solange nicht konkret feststeht, auf welchen Grundstücken die Gebäude erweitert oder gänzlich neu gebaut werden könnten. Daher hat das Unternehmen vorgeschlagen, zunächst diese Fragen zu klären, damit die Kosten belastbar ermittelt werden können.
Hinzu kommt, dass möglicherweise nicht alle Standorte erhalten bleiben. Der Brandschutzbedarfsplan der Stadt hält Zusammenlegungen für möglich, so von Weine mit Siddinghausen und von Weiberg-Barkhausen mit Harth.

Am weitesten vorangeschritten sind aktuell schon die Überlegungen für das Feuerwehrgerätehaus in der Kernstadt. Denn es ist das größte im Stadtgebiet und übernimmt dadurch und durch seine zentrale Lage eine besonders wichtige Rolle im Brandschutz.

Das Gutachten hat in der Kernstadt erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt. So befinden sich unter anderem die Umkleiden hinter den Fahrzeugen, was im Einsatzfall zur Gefahr für die eintreffenden Helfer werden kann. Abhilfe soll eine Erweiterung in Richtung des Kapellenbergs schaffen. Dafür allerdings müsste das Gebäude Kapellenberg 1, das zurzeit als Wohnheim für Asylbewerber genutzt wird, abgerissen werden.

Durch die Erweiterung sollen drei Fahrzeughallen, ein komplett neuer Umkleidebereich, Sanitärräume und Toiletten für Damen und Herren entstehen. Auch die Außen- und Parkflächen sollen neu hergerichtet werden. Dabei soll besonders darauf geachtet werden, dass sich die Wege der ankommenden Feuerwehrleute und der ausfahrenden Einsatzfahrzeuge künftig nicht mehr kreuzen.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für eine Erweiterung nach einer ersten Einschätzung auf 1,726 Millionen Euro. Hinzu kämen noch einmal rund 100.000 Euro für den Abriss des Wohnhauses am Kapellenberg 1.

Quelle: Westfälisches Volksblatt von Hanne Hagelgans