27. Januar. Delbrück Ostenland.
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27. Januar. Delbrück Ostenland.

Sparpläne vom Ausschuss beschlossen – Grundsteinlegung im Sommer. Wie das Feuerwehr-Gerätehaus Ostenland 750.000 Euro günstiger wird.


Delbrück. Der Löschzug Ostenland benötigt ein neues Gerätehaus. Die ersten Planungen sahen Kosten von 6,41 Millionen Euro vor. Angesichts der enger werdenden finanziellen Spielräume der Stadt wurden die Planungen nun nochmals überarbeitet. Der alte Standort an der Straße „Auf dem Haupte“ bietet nicht mehr für alle Fahrzeuge Platz, außerdem ist die Parkplatzsituation für die zur Wache eilenden Feuerwehrleute schwierig und auch die Umkleiden entsprechen nicht mehr den modernen Anforderungen. Bereits vor einigen Jahren startete die Suche nach einem geeigneten Grundstück und auch die Planungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus starteten

Architekt Raimund Heitmann legte nun im Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss eine überarbeitete Planung vor, die nach ersten groben Kalkulationen Kosten in Höhe von 5,85 Millionen Euro verursacht. „Wir haben einige Räume verändert oder wegfallen lassen, sodass das Gebäude nun etwas kompakter wird. Aber alle für die Abläufe einer Feuerwehr wichtigen Bereiche sind unverändert geblieben“, so Raimund Heitmann. Ein interfraktioneller Arbeitskreis hatte gemeinsam mit Feuerwehr, Verwaltung und Architekturbüro über die Pläne beraten.
Die Eckpunkte für das neue Feuerwehrgerätehaus, dass am Kreuzungsbereich Hövelhofer Straße / Mühlensenner Straße entstehen wird, sind geblieben: Sechs Alarmstellplätze für Feuerwehrfahrzeuge, ein kleinerer Stellplatz für Anhänger mit Durchfahrtmöglichkeit, eine Waschhalle, 85 Umkleiden für Feuerwehrmänner und 17 Umkleiden für Feuerwehrfrauen, 35 Pkw-Stellplätze sowie ein Schulungsraum mit 72 Plätzen. Raumgrößen für Stuhllager, Garderobe, Stuhllager, Archiv oder Putzmittelraum wurden reduziert. Ein Technikraum fiel komplett weg und in einen Hausanschlussraum integriert. Dadurch ist es möglich, einen größeren Teil des Gebäudes nur noch eingeschossig zu Bauen. So konnte auch die Fahrzeughalle etwas niedriger gestaltet werden.

Auf Gründach und PV-Anlage wird verzichtet
Reduziert wurden auch technische Standards, so wird auf ein Gründach verzichtet und keine eigene Photovoltaikanlage installiert. Die Fläche soll Dritten zum Aufstellen einer PV-Anlage angeboten werden. Zusätzlich wurden auch die Außenanlagen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimiert. In den neu geschätzten Baukosten von 5,85 Millionen Euro ist eine Pumpstadion für die Beseitigung von Schmutzwasser sowie ein umfangreicher Bodenaustausch auf Grund ungünstiger Bodenverhältnisse enthalten.
„Wir haben nun einen Kompromiss gefunden, mit dem alle Beteiligten gut leben können. Wir haben jeden Quadratmeter rausgestrichen, der möglich ist“, so Architekt Raimund Heitmann. Bei den Stellplätzen habe man sich beispielsweise an den Sitzplätzen in den Feuerwehrfahrzeugen orientiert. Auch Erweiterungsmöglichkeiten bleiben erhalten. Ein Statiker prüfe nun die für die Fahrzeughalle mögliche Dachkonstruktion. Fachbereichsleiter Markus Hückelheim zeigte sich überzeugt, dass die überarbeiteten Planungen einen guten Kompromiss darstellten und das Geld gut investiert sei. Dieser Einschätzung folgten auch die Ausschussmitglieder und dankten allen Beteiligten, namentlich der Feuerwehr für die Bereitschaft, die Planungen zu überarbeiten und auch selber Eigenleistung zuzusagen. Um möglichst schnell einen Baufortschritt zu erlangen, wurde der einstimmige Beschluss unter Beifall der zahlreichen, anwesenden Feuerwehrleute als Dringlichkeitsbeschluss gefasst und von den jeweiligen Fraktionsvorsitzenden noch in der Ausschusssitzung unterschrieben. So soll eine Grundsteinlegung noch im Sommer möglich gemacht werden.

Bericht: Westfälisches Volksblatt