Wasserfontänen aus einer Sprinkleranlage und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr haben am Freitagmorgen bei einem Spänebunkerbrand in Delbrück Schlimmeres verhindert.

  • Delbrueck
 
 
Delbrück: Um 7.40 Uhr war der Löschzug Delbrück zu einem holzverarbeitenden Betrieb ins Gewerbegebiet West gerufen worden.
Über Sirene und Funkmelder wurden weitere Kräfte an die Einsatzstelle beordert. Etwa 80 Feuerwehrleute aus Delbrück, Westenholz sowie des Wassertransportzuges rückten gegen die Glutnester vor und räumten den Spänebunker.
Einsatzleiter Johannes Grothoff: „Da das Feuer im oberen Bereich der eingelagerten Späne entstand, konnte die Sprinkleranlage ganze Arbeit leisten und den Brand in Schach halten“, so Einsatzleiter Johannes Grothoff. Nach dem Ablöschen zog sich das Ausräumen des Spänebunkers noch einige Stunden hin. „Das Ausräumen ist echte Fleißarbeit“, so der stellvertretende Wehrführer Johannes Appelbaum.
  • Delbrueck
 

Die Brandlast wurde nach und nach in Mulden gefüllt und abgefahren. Dabei kam auch der neue Teleskoplader der Delbrücker Feuerwehr zum Einsatz. Ursache für die Bildung der Glutnester im Spänebunker dürfte ein technischer Defekt gewesen sein. Der Gebäudeschaden ist nach ersten Erkenntnissen gering.
 
Quelle: Westfälisches Volksblatt von Axel Langer
 
VdF Ralph Meyer
 
Gegen 7.40 Uhr nahmen Mitarbeiter des Unternehmens das Feuer im Spänebunker wahr, lösten umgehend die Sprinkleranlage aus per Handdruckmelder aus und alarmierten parallel die Feuerwehr. Die Löschzüge Delbrück und Westenholz sowie Unterstützungskräfte aus Ostenland rückten nach Sirenenalarm und dem Einsatzstichwort "Brand in Gewerbe- oder Industrieanlagen" mit rund 85 Einsatzkräften zum Schwalbenweg aus.
 
 "Die Anlage hat ganze Arbeit geleistet, und die Flammen waren rasch gelöscht", sagte Wehrführer Johannes Grothoff, der auch die Einsatzleitung innehatte. Doch dann war Kräfte zehrende Handarbeit gefragt. In Vierertrupps schaufelten die Einsatzkräfte aus Delbrück, Westenholz und Ostenland etwa 70 Kubikmeter Späne aus dem Bunker ins Freie auf das Dach und von dort auf die Erde, wo Container und Mulden bereitgestellt wurden. Später wurde die Feuerwehr durch eine Förderanlage unterstützt.
Mit Hilfe ihres neuen Teleskopladers wurde das feuchte Brandgut schließlich in die Mulden erfüllt. Insgesamt fasst der Spänebunker mit einer Grundfläche von rund fünf mal fünf Metern etwa 200 Kubikmeter. "Fast jeder Feuerwehrmann kennt diesen Bunker aus eigener Erfahrung", kommentierte der frühere Vize-Wehrführer Lothar Mühlbrandt die stundenlange Handarbeit, bei der sich die Trupps immer wieder abwechselten.
Durch die schnelle Reaktion im Betrieb und den raschen Einsatz der Delbrücker Feuerwehr hält sich der Gebäudeschaden in Grenzen. Die Ursache für das Feuer dürfte nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt in der Anlage gewesen sein.