Jahreshauptversammlung Feuerwehr Hövelhof. Bilanz 2019, 258 Einsätze für die Sennewehr, Führungswechsel bei der Sennewehr. Der offizielle Führungswechsel findet am Samstag, 18. April, bei einer Veranstaltung im Schlossgarten statt.

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Hövelhof: Generationswechsel bei der Hövelhofer Feuerwehr: Sebastian Lienen, Patrick Falkenrich und Max Rempe werden das bisherige Führungstrio Peter Kesselmeier, Michael Kesselmeier und Lothar Marxcord ablösen. Die förmliche Anhörung der Wehr durch den Kreisbrandmeister fand am Freitagabend im Hövelhofer Gerätehaus statt. Der offizielle Führungswechsel findet am Samstag, 18. April, bei einer Veranstaltung im Schlossgarten statt. Dann wird auch ein neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt.

 
Peter Kesselmeier ist seit 1999 Leiter der Sennewehr und bereits seit 1983 aktiver Feuerwehrmann. Auch beruflich ist er über die Werksfeuerwehr des Haushaltsgeräteherstellers Miele eng mit der Feuerwehr verbunden. „Ich freue mich schon darauf, als Maschinist oder mit dem Strahlrohr noch viele Jahre aktiv bei der Wehr zu sein“, sagte er am Freitag.
Bereits seit 1979 ist Michael Kesselmeier aktiver Feuerwehrmann in Hövelhof, seit 2008 ist er stellvertretender Leiter. Er gehörte auch im Jahr 2000 zu den Gründern der Jugendfeuerwehr.
 
Lothar Marxcord ist seit 1983 aktiv in der Feuerwehr und war 1999 Gründungsmitglied des Fördervereins. Seit 2012 leitet er die Ausbildung und wurde 2013 zum stellvertretenden Leiter ernannt.
Lob für den geräuschlosen Wechsel an der Spitze der 114-köpfigen Wehr zollte auch Kreisbrandmeister Elmar Keuter, der die Anhörung leitete: „Ihr habt Euch exzellent auf die Übergabe vorbereitet“, sagte der Chef von rund 2.700 Feuerleuten im Kreis Paderborn.
Das neue Führungstrio mit Sebastian Lienen (30), Max Rempe (30) und Patrick Falkenrich (32) ist seit Jahren in der Feuerwehr aktiv und hat bereits die notwendigen Lehrgänge absolviert. Patrick Falkenrich wurde am Freitag zum Brandoberinspektor befördert, Sebastian Lienen zum Gemeindebrandinspektor. Max Rempe, der bereits im vergangenen Jahr zum Gemeindebrandinspektor befördert worden war, ist beruflich bei der Bielefelder Feuerwehr tätig.
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258 Einsätze für die Sennewehr
 
Hövelhof. Mit 258 Einsätzen hatten die 114 aktiven Feuerwehrleute der Sennewehr, darunter 12 Frauen, 2019 kein einfaches Jahr zu bewältigen, auch wenn die Jahresbilanz „nur“ mit Ölspuren begann und endete. Gefordert war die ganze Palette des feuerwehrtechnischen Leistungsspektrums.  74 Mal lautete das Einsatzstichwort „Menschen in Not“, und die Einsatzkräfte retteten und betreuten 134 Menschen, berichtete der scheidende Schriftführer Sebastian Lienen bei der Mitgliederversammlung im Gerätehaus. 34 Mal leistete die Sennewehr überörtliche Hilfe.
 
Die Autobahn 33 bescherte der Feuerwehr 18 Einsätze. Ebenfalls 18 Einsätze gehen auf das Konto von Brandmeldeanlagen. Die First Responder rückten zu 46 Einsätzen aus, und die Notfallseelsorger wurden sieben Mal an Einsatzstellen gebraucht. Ein Orkantief im März bescherte der Feuerwehr gleich 20 Einsatzstellen. Ein Auto im Bettenlager, die erfolgreiche Rettung von Storchenküken und -eiern und eine Katze in einem Regenfallrohr zählten zu den eher ungewöhnlichen Einsätzen. 15 Mal kam auch die Drohne zum Einsatz – überwiegend bei der Personensuche oder der Erkundung großer Einsatzstellen.
Bewährt hat sich, dass sechs Mitarbeiter des Bau- und Servicebetriebes der Gemeinde auch Feuerwehrleute sind. Sie arbeiten tagsüber kleinere Einsätze eigenständig ab und sorgen so dafür, dass Feuerwehrleute nur bei größeren Einsätzen ihre Arbeitsstellen verlassen müssen. Die Jugendfeuerwehr hat 20 Mitglieder, und die Ehrenabteilung zählt 30 Mitglieder.
 
26 Feuerwehrleute wurden am Standort aus- und weitergebildet. Am Institut der Feuerwehr in Münster belegten Hövelhofer Kräfte weitere 28 Lehrgänge und Seminare. Bürgermeister Michael Berens kündigte an, dass das neue Hilfeleitungslöschfahrzeug am 18. April seiner Bestimmung übergeben wird. Im Sommer geht die Bestellung für ein neues, geländegängiges Tanklöschfahrzeug auf den Weg. Das Fahrzeug, das sich ideal für Brände in der Senne eignet, soll spätestens Anfang 2021 ausgeliefert werden. Berens lobte den Gemeinschaftssinn der Sennewehr und verlieh der Arbeit der Feuerwehr im Jahreskreis das Prädikat „gut gemacht“.
Patrick Falkenrich als Vorsitzender des Fördervereins kündigte an, dass die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin (AGN) der Feuerwehr einen VW-Bus mit Sondersignalanlage angeboten hat, der künftig als Fahrzeug der Facheinheit Erkundungsdrohne dienen soll. In dem Wagen wird die Ausrüstung fest verlastet, was die Ausrückzeiten minimiert. Für dieses Projekt sucht der Förderverein noch weitere Förderer.
 
Befördert wurden zur Feuerwehrfrau: Ann-Kathrin-Renneke, Lia Tegethoff und Hanna Tegethoff; zum Feuerwehrmann: Cederik Horenkamp, Tobias Wiethoff und Luca Brune; Zur Oberfeuerwehrfrau: Pia Schiermeyer; zum Oberfeuerwehrmann: Fabian Sander und Justus Schneider; zur Hauptfeuerwehrfrau: Madeleine Wiesing; zum Unterbrandmeister Erik Schiermeyer, Leon Göke und Simon Spieker; zum Oberbrandmeister: Konstatin Grotebrune; zum Hauptbrandmeister Marco Berens; zum Brandoberinspektor Patrick Falkenrich und zum Gemeindebrandinspektor Sebastian Lienen.
 
Das Amt des Schriftführers teilen sich künftig Christian Ramsel und Marcel Renneke, und Leon Göke ist neuer Gerätewart.
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Für 35-jährige Mitgliedschaft wurde Frank Desel mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes in Gold ausgezeichnet. Karl-Heinz Poll und Hans-Georg Vonderheide erhielten Ehrennadeln des Verbandes der Feuerwehren (VdF) in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft. Edmund Hahn ist neuer Träger der VdF-Ehrennadel in Gold für 70-jährige Mitgliedschaft.
 
Bericht: VdF Paderborn, Ralph Meyer