12. Oktober. Bad Wünnenberg.

Feuerwehr-Ehrenmedaille für Winfried Menne. Der Deutsche Feuerwehrverband hat Bürgermeister Winfried Menne mit der Deutschen Feuerwehr- Ehrenmedaille ausgezeichnet. {gallery}news/2013/131012bw1{/gallery}


Hohe Ehrung: Im Beisein von Wehrführer Martin Liebing (l.) zeichneten die Kreisbrandmeister Elmar Keuter (2. v. l.) und Bernhard Lücke (r.) den Bad Wünnenberger Bürgermeister Winfried Menne mit Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille aus. 

Bad Wünnenberg (my). Der Deutsche Feuerwehrverband hat Bürgermeister Winfried Menne mit Deutschen Feuerwehr- Ehrenmedaille ausgezeichnet. Überreicht wurde die hohe Auszeichnung durch Kreisbrandmeister Elmar Keuter und seinen Vertreter Bernhard Lücke. „Winfried Menne hat den Jobin Sachen Feuerwehr gut gemacht“, erklärte Keuter und wies auf die engen Kontakte zur Feuerwehr als Ordnungsamtsleiter, Stadtdirektor und Bürgermeister hin. Außerdem ist Menne Jahr für Jahr im Wachdienst der Deutschen Lebensrettungs- Gesellschaft (DLRG) an der Ostsee aktiv. In den vergangenen Jahren hat Menne mit Unterstützung des Rates fast die Hälfte des Fuhrparks modernisiert und dafür gesorgt, dass alle Stadtteile mit Wasser führenden Fahrzeugen ausgestattet sind, fügte Keuter hinzu. Sichtbar ergriffen dankte Menne für die seltene Ehrung unds agte: „Ich bin eigentlich ein Feuerwehrmann ,obwohl ich nie aktiv war“. Bereits 1978 begleitete er persönlich die Überführung eines Unimogs aus Süddeutschland, der heute noch im Einsatzdienst steht. Während seiner Amtszeit bei der Stadtverwaltung ist der Fuhrpark bereits zweimal ausgewechselt worden. Mit Blick auf die jüngste Großanschaffung, die Drehleiter, erklärte er: „Es war höchste Zeit,“

Die Hälfte des Fuhrpark modernisiert
Die Feuerwehr Bad Wünnenberg stellt drei neue Fahrzeuge in Dienst


Bad Wünnenberg (my).
Mehr als eine halbe Million Euro investiert die Stadt Bad Wünnenberg in ihre Feuerwehr. Dickster Brocken mit 472.000 Euro ist die neue 30-Meter-Drehleiter, die bereits Anfang des Jahres ihre Feuertaufe beim Brand des Spanckenhofes erlebte. Weitere 51.000 Euro flossen in zwei Mannschaftstransportfahrzeuge für den Löschzug Fürstenberg und die Löschgruppe Leiberg. Ursprünglich sollte die kleine Drehleiter der Wehr (DLK 16/4) erst 2015/2016 ersetzt werden, doch beim Kreisfeuerwehrverbandsfest 2012 stellte ein Iveco Magirus ein Vorführmodell aus.{gallery}news/2013/131012bw2{/gallery} Nach eingehender Untersuchung waren sowohl die Löschprofis als auch Bürgermeister Winfried Menne schnell „Feuer und Flamme“. Auch die Politiker erkannten die Notwendigkeit,  das leistungsfähigere Fahrzeug vorfristig zu beschaffen und dafür die ursprünglich geplante Sanierung des Wünnenberger Gerätehauses auf dieJahre 2015/2016 zu verschieben. Vor allem der Preis des neuen Fahrzeugs war heiß: Als Vorführfahrzeug kostete die 300 PS starke Drehleiter nur noch 472.000 Euro, während der Neupreis 678.000 Euro betragen hätte. Die Rettungshöhe des 30 Meter langen Leiterparks beträgt 23 Meter Höhe bei einer Ausladung von 12 Metern. Zusätzlich verfügt die Leiter über einen telekopierbaren Gelenkarm. der sich um weitere 4,7 Meter ausfahren lässt. Damit sind auch Arbeiten im Unterflurbereich oder auf der Rückseite von Dächern möglich. Ebenfalls vorhanden ist eine Krankentragehalterung, mit der bis zu 200 Kilogramm schwere Patienten sicher bewegt werden können. Der Mannschaftstransporter für Fürstenberg ersetzt ein Fahrzeug, dass bei einem Auffahrunfall beim Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr  sostark beschädigt worden war, dass eine Reparatur nicht lohnenswert war. Ein weiterer Ford Transit als neunsitziger Mannschaftstransporter geht an die Löschgruppe Fürstenberg. Nach der Indienststellung von vier neuen Fahrzeugen im vergangenen Jahr hat die Feuerwehr innerhalb von zwei Jahren fast die Hälfte des Fuhrparks ausgetauscht. Pfarrer Herbert Droste, der gemeinsam mit seinem evangelischen Amtsbruder Claus- Jürgen Reihs die Segnung der Fahrzeuge vornahm, sprach von „erträglichen Preisen, wenn man an die Bischofsbauten in Limburg oder den neuen Hauptstadtflughafen in Berlin denkt.“ Das Geld sei im Interesse der Bürger „gut angelegt“, fügte er hinzu. Die Feuerwehr Bad Wünnenberg ist in diesem Jahr durchzahlreiche Großeinsätze stark belastet. Die Zahl der Einsatzstunden hat bereits die 7.000-er-Marke überschritten. Im gesamten vergangenen Jahr wurden diese Werte nicht annähernd erreicht.

Bericht / Fotos: Ralph Meyer Neue Westfälische