20. Oktober. Delbrück.

Drei Schwerverletzte und hoher Sachschaden bei schwerem Unfall B 64.{gallery}news/2013/131020d1{/gallery}


Delbrück (wb). Über fast 400 Meter lagen die Trümmerteile am Sonntag Abend auf der Bundesstraße 64 zwischen den Abzweigen Rietberger Straße und Auf dem Busche verstreut. Beim Frontalzusammenstoß zweier VW Bullis zogen sich drei Personen schwere Verletzungen zu. Zwei Schäferhunde blieben unverletzte. Außerdem haben beide Fahrzeuge nur noch Schrottwert, so dass die Polizei den Schaden auf annähernd 100.000 Euro schätzt.

Gegen 17.15 Uhr fuhr ein 48-jähriger Mann aus dem Kreis Korbach in Hessen mit seinem VW Bulli T 5 Multivan auf der Bundesstraße in Richtung Delbrück. Mit im Wagen befanden sich noch ein 39-jähriger Mann sowie zwei Schäferhunde. Zeugen gaben an, dass der rote Bulli schon vor dem Unfall über mehrere Kilometer Schlangenlinien gefahren sei. In Höhe der Baumschule Helfgerdt geriet der Bulli in den Gegenverkehr und prallte mit großer Wucht seitlich in einen entgegenkommenden weißen VW Bulli T 5 eines 42-jährigen Mannes aus dem Kreis Flensburg (Schleswig-Holstein). Durch die Wucht schleuderte der weiße Bulli in den Graben, überschlug sich und kam auf der Beifahrerseite in einem angrenzenden Waldstück zum Liegen. Durch Aufprall riss bei dem roten T 5 das linke Vorderrad ab, der Bulli schlidderte noch fast 400 Meter in Schlangenlinien unkontrolliert über die Bundesstraße, ehe er auf dem Standstreifen zum Stillstand kam.

Die Fahrzeuginsassen konnten sich mit Hilfe der Feuerwehrkameraden des Löschzuges Delbrück aus ihrer Zwangslage befreien. Die Kameraden des Delbrücker Löschzuges unterstützen die Rettungs- und Bergungsarbeiten und nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf. Bei dem Unfall öffnete sich einer der Transportboxen der Schäferhunde und der Hund lief weg, konnte aber schnell wieder eingefangen werden. Beide Tiere wurden noch an der Unfallstelle von einem Tierarzt in Augenschein genommen und vorläufig in einer Hundepension untergebracht.
In wie weit Alkohol bei den Fahrern des Korbacher Bullis eine Rolle gespielt hat, klärt die Polizei. Sie ordnete die Entnahme von Blutproben sowohl bei dem Fahrer wie auch dem Beifahrer an. Beide kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus nach Rheda-Wiedenbrück. Der Fahrer des Bullis aus Norddeutschland wurde mit einem dritten Rettungswagen nach notärztlicher Behandlung nach Salzkotten ins Krankenhaus gebracht. Außerdem geht die Polizei der Frage nach, ob es sich bei der langen Schlidderspur möglicherweise um eine versuchte Fahrerflucht handelt.

Den roten Bulli stellte die Polizei sicher, um den Unfallhergang genauer zu untersuchen. Den Schaden an den völlig zerstörten Fahrzeugen bezifferte die Polizei mit knapp 100.000 Euro. Für die Dauer der aufwendigen Fahrzeugbergung wurde die Bundesstraße bis gegen 20 Uhr voll gesperrt und der Verkehr abgeleitet.

Westfalen Blatt
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