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12. Januar. Delbrück.

Jahreshauptversammlung Löschzug Delbrück. Zentralwache bekommt Remise
Viel Platz für Delbrücker Fahrzeuge – Feuerwehrleute blicken auf 258 Einsätze zurück – Mitglieder befördert.{gallery}news/2015/150112d1{/gallery}

Delbrück(WV). Die Delbrücker Feuerwehrleute waren 2014 stark gefordert. Die 76 aktiven Mitglieder rückten zu 258 Einsätzen aus. Insgesamt war die Delbrücker Feuerwehr 4217 Stunden im Einsatz.

Vier Großbrände und etliche schwere Unfälle forderten das Fachwissen der Einsatzkräfte. Hinter jedem Ausrücken der Feuerwehr stehen persönliche Schicksale von Menschen, die in Notsituationen geraten sind. Um hier zielgerichtet Hilfe zu leisten, investierten die Feuerwehrleute weitere 2169 Stunden in die Aus- und Weiterbildung.

Eigenleistung ist bei der Erschließung des Geländes hinter dem Gerätehaus gefragt. Neben einer Grundsanierung des Gerätehauses ist nach der Befestigung des Platzes der Bau einer Remise geplant. Hier werden vier Großfahrzeuge, vier Abrollbehälter, die Ausrüstung der Jugendfeuerwehr sowie der historische Löschzug Platz finden. Um die Fahrzeuge und Gerätschaften des Löschzuges mit der Remise zu erhalten, hat der Förderverein des Löschzuges ein Spendenkonto eingerichtet.

Löschzugführer Jörg Hennemeier und seine Stellvertreter Ralf Fischer und Jens Fischer blickten in die Zukunft. So erhält der Löschzug im Juni auf der Interschutz-Messe in Hannover ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16. Es wird nach den Anforderungen und Vorgaben des Löschzuges gebaut. Es hat einen 2000 Liter fassenden Wassertank und wird mit einer reduzierten, feuerwehrtechnischen Beladung ausgestattet. Einsatzschwerpunkte des Fahrzeuges werden technische Hilfeleistungen sein. Nicht alle Fahrzeuge haben dieselbe Ausstattung. Unterschieden wird zwischen Brand- und Hilfeleistungseinsatz.

Ebenfalls auf der Interschutz erhält der Löschzug als Ersatz für ein 27 Jahre altes Großtanklöschfahrzeug einen weiteren Abrollbehälter. Der Container enthält einen Wassertank für 9000 Liter Löschwasser sowie 500 Liter Schaummittel. Die integrierte Tragkraftspritze fördert mehr als 2000 Liter Wasser in der Minute. Durch eine spezielle technische Anlage kann der Wechselbehälter ein besonderes Wasser-/Schaumgemisch herstellen und über lange Distanz fördern. Auf dessen Dach befindet sich ein leistungsstarker Schaum- und Wasserwerfer, der im aufgesetzten sowie im abgesetzten Zustand betrieben werden kann. Als leistungsstarkes Trägerfahrzeug wurde bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres ein drei Jahre alter Lastwagen angeschafft, der von den Feuerwehrleuten in Eigenleistung zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut worden ist. »Trägerfahrzeug und Abrollbehälter kosten etwa 200   000 Euro. Ein neues Großtanklöschfahrzeug hätte die Stadt etwa 100   000 Euro mehr gekostet«, sagte Ralf Schadwinkel.

In der Sitzung wurden langjährige Mitglieder für ihren aufopferungsvollen Dienst geehrt. Für 60-jährige Mitgliedschaft erhielt Johannes Hartmann das Ehrenzeichen in Gold und die Verdienstmedaille in Gold der Feuerwehr Delbrück. Das Ehrenzeichen in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft bekam Heinz Schaffer verliehen. Für 35 Jahre aktiven Dienst wurde Wehrführer Reinhard Brand mit dem Feuerwehrehrenabzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Gold ausgezeichnet. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr erhielten Stadtjugendfeuerwehrwart Jürgen Kersting und Mike Richter.

Einige Mitglieder wurden befördert: So erhielt Zugführer Jörg Hennemeier die Schulterstücke eines Brandoberinspektors. Zum Hauptbrandmeister wurde Jürgen Kersting befördert. Zum Oberbrandmeister aufgestiegen sind Ingo Schrader, Benedikt Schmertmann und Frederic Mühlbrand. Zu Zum Brandmeister wurden Roman Hagelganz und Ralf Hüwelhans ernannt, zum Unterbrandmeister Johannes Grothoff junior sowie Marius Potthof.


Westfälisches Volksblatt

Fotos; Um zusätzliche Unterstellmöglichkeiten für die Großfahrzeuge, Abrollbehälter und den historischen Löschzug der Delbrücker Feuerwehr zu schaffen, soll das Freigelände an der Zentralwache erschlossen werden. Die drei Löschzugführer Ralf Fischer (von links), Jörg Hennemeier und Jens Fischer stellten bei der Jahreshauptversammlung ein Modell der Remise vor. Fotos: Axel Langer{gallery}news/2015/150112d2{/gallery}

In der der Jahreshauptversammlung des Löschzuges Delbrück wurden einige Feuerwehrleute befördert und andere für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Das Bild zeigt (von links) Marius Potthoff, Löschzugführer Jörg Hennemeier, Mike Richter, Johannes Grothoff junior, Roman Hagelganz, Benedikt Schmertmann, Johannes Hartmann, Ralf Hüwelhans, Heinz Schaffer, Ingo Schrader und Jürgen Kersting. Im Bild fehlt der für 35 Jahre aktiven Dienst geehrte Wehrführer Reinhard

 

Neue Westfälische von Ralph Meyer

 

Löschzug packt es selbst an
Delbrücker Aktive ziehen Bilanz und stellen Planungen für neue Remise vor.

Delbrück. Die 76 Einsatzkräfte des Löschzugs Delbrück der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück mussten im vergangenen Jahr zu 258 Einsätzen ausrücken. Dabei galt es, vier Groß-, 9 Mittel- und 34 Kleinbrände zu bewältigen. Außerdem wurde der Löschzug zu 34 Verkehrsunfällen alarmiert. In 12 Fällen war der Einsatz hydraulischer Rettungsgeräte erforderlich, berichtete Schriftführer Ralf Schadwinkel bei der Mitgliederversammlung im Appelkrug.
Damit leisteten die Feuerwehrleute unter Führung von Jörg Hennemeier insgesamt 4.215 Stunden Dienst am Nächsten. Unterm Strich entspricht das einer durchschnittlichen Zahl von 55 Einsatzstunden. 94 angehende Feuerwehrleute aus Delbrück, Hövelhof und Paderborn absolvierten sechs Modul-Grundlehrgänge. Ihr Rüstzeug für eine Feuerwehrlaufbahn haben dadurch auch 19 Kräfte des Löschzuges Delbrück erworben. Insgesamt drückten die Mitglieder des Löschzuges im vergangenen Jahr 2.169 Stunden lang die Schulbank bei Lehrgängen.

Im laufenden Jahr bekommen die Aktiven in Delbrück-Mitte zwei neue Fahrzeuge: ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16, auf dem künftig sämtliche Gerätschaften aus dem Bereich der technischen Hilfeleistung untergebracht werden, und einen Abrollbehälter Wasser. Das Containersystem enthält 9.000 Liter Wasser und 500 Liter Schaum. Gemeinsam mit einem der beiden Wechselladerfahrzeuge löst dieser Abrollbehälter das 27 Jahre alte TLF 4.000 ab. Vorteil für den Steuerzahler: Die Kombination als Wechselladerfahrzeug und Abrollbehälter kommt rund 100.000 Euro günstiger daher als ein neuer Großtanker. Beide Fahrzeuge werden im Juni auf der Fachmesse "Interschutz" in Hannover zu sehen sein.

Vizebürgermeisterin Anita Papenheinrich lobte die gute Jugendarbeit im Löschzug und betonte, die Stadt könne stolz sein auf die tägliche ehrenamtliche Arbeit der aktiven Kräfte. Ralf Schmitz, Leiter der Feuerwehr Paderborn, unterstrich im Namen der Nachbarwehren die "hohe Leistungsfähigkeit und Gesamtwehr und Löschzug" und nannte die Motivation der Mitglieder "erstligatauglich". Wehrführer Reinhard Brand sieht die Feuerwehrleute als "unverzichtbaren Bestandteil eines Sicherheitskonzeptes für die Stadt Delbrück".
In den kommenden Monaten wird sich das Gesicht der Zentralwache an der Südstraße verändern. Neben einer Umgestaltung des Zufahrtsbereichs und einer Modernisierung des Gerätehauses wird die Stadt auch in eine Einzäunung des Freigeländes westlich der heutigen Zelthalle investieren. Dort will der Löschzug mit Unterstützung von Sponsoren eine Remise errichten, in der mehrere Abrollbehälter, Ausrüstung der Jugendfeuerwehr sowie die Oldtimerfahrzeuge geschützt und gesichert abgestellt werden können.

Die Aktion, die Vize-Löschzugführer Jens Fischer vorstellte, steht unter dem Motto "Wir packen?s an und bauen selbst". Dass die Botschaft bei den Gästen ankam, machte Manfred Simon, Prokurist des Baustoffmarktes Happe deutlich. Er sicherte dem Löschzug im Namen seines Arbeitgebers eine "große finanzielle Unterstützung" zu.

Bei den Wahlen wurde Hans Thiele als Vizekassierer wiedergewählt. Bei der Neuwahl des Schriftführers setzte sich Alexander Rübbelke mit 24 gegen 21 Stimmen gegen Jens Becker durch.