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Lichtenau Dalheim.

„Was lange währt wird endlich gut“ – so oder so ähnlich mag es für manch einen gewirkt haben, als die Feuerwehrkameradschaft Dalheim-Förderverein e. V. und die Löschgruppe Dalheim am 13.04.2024 zur Einweihung des langersehnten, neuen Feuerwehrfahrzeuges geladen hatten.


Dalheim. Bei strahlendem Sonnenschein, angenehmen 20 Grad und vor einer eindrucksvollen Kulisse - bestehend aus einem Tragkraftspritzenanhänger von 1941 (angehängt an einen herausgeputzten Deutz D25s), einem LF16 TS von 1987 sowie dem Nachfolger, einem „neuen“ (gebrauchten) HLF 20, welches nun umgerüstet als LF 10 in Dalheim seinen Dienst verrichten wird - war es endlich so weit.

Die Bürgermeisterin der Energiestadt Lichtenau, Ute Dülfer überreichte das neue Löschfahrzeug offiziell an den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Energiestadt Lichtenau, René Wittig, welcher das Fahrzeug wiederrum feierlich an den Löschgruppenführer der Löschgruppe Dalheim, Tobias Jüstel übergab.
Der erste Vorsitzende der Feuerwehrkameradschaft Dalheim-Förderverein e. V. Daniel Kaup sowie Tobias Jüstel, hießen am Feuerwehrhaus Dalheim die zahlreich erschienenen Gäste und Ehrengäste herzlich willkommen. Neben den Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppen in Lichtenau und den Abordnungen der befreundeten Wehren aus Steinhagen, Helmern, Elisenhof und Meerhof, ließ es sich auch der Tambourkorbs Helmern nicht nehmen und folgte der Einladung mit einer Abordnung, welche mit einer eindrucksvollen musikalischen Einlage auf den Festplatz einzog.

Zu Beginn stellte Daniel Kaup fest, dass nun annähernd 10 Jahre vergangen seien, seit das Feuerwehrhaus Dalheim feierlich eingeweiht wurde. Umso mehr freue er sich an diesem besonderen Jubiläum die Fahrzeugeinweihung mit allen Anwesenden feiern zu dürfen. Ebenso erinnerte er an die Zeit vor 20 Jahren, als die Löschgruppe Dalheim noch mit einem Tragkraftspritzenanhänger zu Einsätzen ausgerückt ist und stellte mit einem Augenzwinkern fest, dass es schön sei, endlich mal ein „ordentliches Löschfahrzeug“ einweihen zu dürfen. Hierzu sprach er seinen herzlichen Dank an alle aus, die dazu beigetragen hatten dies möglich zu machen.
Nach diesen einleitenden Worten feierte Pastor Heinrich Friesen mit allen Anwesenden einen gelungenen Gottesdienst und segnete das neue Fahrzeug sowie alle Kameradinnen und Kameraden. Zudem betonte er, dass die Ausübung dieses Ehrenamtes überhaupt nicht selbstverständlich sei und es jede Menge Respekt verdiene, dass die Ehrenamtlichen der Feuerwehr sich derart für das Wohl der Menschen einbringen.

Im Anschluss an die heilige Messe stellte der Dalheimer Ortsvorsteher Christoph Wiedemeier erfreut fest, dass das neue Löschfahrzeug mit dem Segen nun ein „Dalheimer“ sei und veranschaulichte im Rahmen einer interessanten, kurzweiligen Darstellung, warum die Feuerwehr für Dalheim prägend ist. Ebenfalls stellte er heraus, dass das neue Fahrzeug ein Zeichen der Anerkennung für besonderes Engagement, Einsatz, aber auch Stolz sei und betonte, dass einige viel dafür geleistet haben.

Bürgermeisterin Ute Dülfer gab im Rahmen Ihrer Ansprache einen kleinen Einblick in den Beschaffungsprozess und die Beweggründe, ein gebrauchtes Löschfahrzeug zu beschaffen. Das Ergebnis sei ein gutes, gebrauchtes Fahrzeug für 170.000 €, welches sehr gut in das Konzept der Energiestadt Lichtenau passe.
Auch Wehrleiter René Wittig betonte noch einmal, dass das Fahrzeug mit seinem Wassertank gut in das Konzept der Energiestadt Lichtenau passe. Er würdigte darüber hinaus aber auch den Einsatz der Kameradinnen und Kameraden, denn so schön ein neues Fahrzeug mit neuer Technik auch sei, es bedeute auch stets viel Arbeit, Ausbildung und Fortbildung für die Kameradinnen und Kameraden.

Abschließend gab Tobias Jüstel einen kurzen Überblick über die letzten Tage der Löschgruppe - so hatten die Kameradinnen und Kameraden in den vergangenen 14 Tagen, in denen das Fahrzeug nun in Dalheim stand, bereits 180 Arbeitsstunden in Form von Ausbildung und Umbau investiert. Ebenfalls brachte er zum Ausdruck, dass für den Erfolg einer Löschgruppe nicht allein die Führung ausschlaggebend sei, vielmehr bedürfe es dazu jedes einzelnen Mitgliedes der Löschgruppe. So sei es beispielsweise auch die Idee der gesamten Löschgruppe gewesen, ein gebrauchtes Fahrzeug zu beschaffen. Als positiven Nebeneffekt habe die Energiestadt Lichtenau hierdurch auch 105.000 € einsparen können.

Mit diesen Worten beendete Tobias Jüstel den offiziellen Teil und lud zum gemütlichen Teil der Fahrzeugeinweihung ein. Bis in die frühen Morgenstunden wurde in Dalheim bei kühlen Getränken und leckeren Wildspezialitäten gefeiert, gefachsimpelt und auf das neue Feuerwehrfahrzeug angestoßen.

Bericht:  Annika Schorein, Dalheim.