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11. Januar. Hövelhof.

„Tom Haspelkamp hento“ hieß es am Sonntagnachmittag für die Feuerwehr Hövelhof. Unter diesem Ruf zogen Anfang des 17. Jahrhunderts die Bauern des Delbrücker Landes in diesen Ort in eine blutige Schlacht mit spanischen Söldnern. Diesmal ging es weit friedlicher zu, denn der Feind steckte im Keller eines landwirtschaftlichen Anwesens am Espelner Haspelkamp.

 

Hövelhof-Espeln. Um 16.31 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Kellerbrand“ die Feuerwehr Hövelhof, die umgehend mit starken Kräften ins winterliche Espeln aufbrach, berichtet Einsatzleiter Maximilian Rempe, langjähriger Vize-Wehrführer in der Sennegemeinde. Aufgrund der Notrufe und einer erheblichen Rauchentwicklung aus einem Anbau wurde das Alarmstichwort bereits nach wenigen Minuten auf „Kellerbrand, Menschenleben in Gefahr“ erhöht. Zusätzlich wurde auch der Löschzug Ostenland der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück zur Verstärkung gerufen.

An der Einsatzstelle konnte die Feuerwehr, die mit rund 50 Feuerwehrleuten im Einsatz war, rasch Entwarnung geben, denn alle Bewohner hatten den Gefahrenbereich bei Eintreffen der ersten Kräfte bereits verlassen. Die Rauchwolken hatten ihren Ursprung im Heizungskeller. Dort war die Heizungsanlage aufgrund der frostigen Temperaturen defekt und in Brand geraten. Mit zwei Trupps unter Atemschutz ging die Feuerwehr in den Heizungskeller vorn und löschte in kurzer Zeit die Flammen. Parallel dazu wurde eine Wasserversorgung aufgebaut.

Trotz der anfangs starken Rauchentwicklung kam es nur zu geringen Rauchabschlägen im Wohnbereich, sodass Gebäude weiterhin bewohnbar bleibt. Anschließend wurde, die betroffenen Bereiche durch die Feuerwehr maschinell belüftet.Menschen kamen bei dem rund einstündigen Einsatz nicht zu Schaden. Lediglich ein Bewohner musste aufgrund der Aufregung vom Rettungsdienst, der mit einem Rettungswagen und einem Notarzt im Einsatz war, medizinisch behandelt werden. Die Heizungsanlage ist nicht mehr betriebsbereit.

Bericht: VdF Ralph Meyer Foto: FW