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27. Januar. Kreis Paderborn.

Der juristische Streit um Flächen für den Bau eines neuen Feuerwehr-Campus’ in Paderborn geht in die nächste Runde. Der Antrag für eine Berufung seitens zweier Grundstückseigentümer ist beim Oberlandesgericht (OLG) Hamm am Montag, 26. Januar, eingegangen. Das teilt die Stadt Paderborn mit.

 

Paderborn. Stadt und Kreis Paderborn wollen, wie mehrfach berichtet, auf dem Campus eine neue Kreisfeuerwehrzentrale, eine Rettungsdienstleitstelle sowie Räume für das Kreisamt für Bevölkerungsschutz und für das Aus- und Fortbildungszentrum bauen lassen. Dafür hatten sich die Projektpartner ein Areal an der Barkhauser Straße in Paderborn ausgesucht. Der Haken: Der Stadt gehören bisher nicht alle Teilflächen.

Die jeweiligen, ursprünglichen Kaufangebote hatten die beiden Grundstückseigentümer nicht angenommen. Sie waren vors Landgericht Detmold gezogen. Dort hatte es zunächst einen Vergleich gegeben. Ihre Zustimmung dazu hatten die Eigentümer wieder zurückgenommen. Das Landgericht Detmold hatte eine gerichtliche Entscheidung abgewiesen. Nun liegt der Streit beim OLG Hamm. Dort muss die Berufung der Grundstückseigentümer vermutlich noch zugelassen werden.

Die Stadt Paderborn rechnet damit, „dass sich der Bau einer neuen Kreisleitstelle in Paderborn vermutlich weiter verzögern wird“. Zumindest, wenn die Kooperationspartner Stadt und Kreis Paderborn am bisherigen Standort festhalten, so die Stadt weiter. Zum Fall äußern sich auch Landrat Christoph Rüther und der Paderborner Bürgermeister Stefan-Oliver Strate. Beide seien sich einig, „dass man weiterhin ganz klar zu diesem Kooperationsprojekt steht und die gute Zusammenarbeit fortsetzen wird“. Dazu seien Rüther und Strate „im regelmäßigen Austausch“. Zugleich würde man „seit einigen Wochen vorsorglich nach möglichen alternativen Standorten für die Kreisleitstelle als auch für das gemeinsame Aus- und Fortbildungszentrum“ suchen.

Bericht: NW und Mitteilung der Stadt Paderborn.