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31. Januar. Salzkotten.

Auf der Flucht vor der Polizei ist am Samstagabend ein 31 Jahre alter Salzkottener tödlich verunglückt. Auf der Wewelsburger Straße in Höhe der Einmündung Bosenholz zerschellte sein 300 PS-starker Audi S3 gegen 20.30 Uhr an einem Straßenbaum. Obwohl der Fahrer angeschnallt war, wurde er durch den Anprall 40 Meter aus dem Wrack auf einen angrenzenden Acker geschleudert.

 

Salzkotten-Upsprunge. Einer Streifenwagenbesatzung war der bis zu 250 Stundenkilometer schnelle Audi in Salzkotten aufgefallen. Als die Beamten Anhaltezeichen gaben, trat der 31-Jährige aufs Gas und flüchtete auf der Wewelsburger Straße in Richtung des Bürener Stadtteils Wewelsburg und der Landstraße 776. Dabei beschleunigte der Audi-Fahrer dermaßen stark, dass die Beamten bereits am Ortsausgang der Sälzerstadt den Sichtkontakt zum flüchtigen Wagen verloren.

Kurz vor der Einmündung Bosenholz kam der 31-Jährige mit seinem Audi nach links von der Fahrbahn und prallte gegen einen tiefer neben der Fahrbahn stehenden Baum. Beim Anprall riss die gesamte Vorderfront des Wagen einschließlich Vorderachse, Motor und Getriebe ab. Trümmerteile sowie Straßen- und Verkehrsschilder verteilten sich über die Fahrbahn der Wewelsburger Straße und der Straße Bosenholz.

Das Wrack des Audi blieb etwa 25 Meter hinter der Einmündung Bosenholz auf der Fahrbahn der Wewelsburger Straße liegen. Der Fahrer lag etwa weitere 15 Meter von der Fahrgastzelle entfernt leblos auf auf einem Acker. Weitere Trümmerteile fanden sich später auch auf Ackerflächen rechts der Landstraße. Der verfolgende Streifenwagen traf nur wenige Sekunden nach dem tödlichen Crash an der Unfallstelle ein. Da züngelten bereits erste Flammen aus dem Wrack, worauf die Polizisten den Entstehungsbrand mit einem Pulverlöscher bekämpften. Parallel dazu begannen sie, den leblosen Fahrer zu reanimieren. Innerhalb kürzester Zeit trafen weitere Streifenwagen ein, die zur Verfolgung des flüchtigen Wagens eingeteilt waren.

Um 20.40 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises die Feuerwehr Salzkotten, die unter dem Stichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ umgehend mit den Einheiten Salzkotten und Upsprunge zur Unfallstelle ausrückte, berichtet Christoph Schlünz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Salzkotten, der auch die Einsatzleitung übernahm. Die Salzkottener Notärztin setzte zusammen mit dem Team des Rettungsdienstes die Reanimationsmaßnahmen fort, die nach etwa 30 Minuten erfolglos eingestellt wurden.

Bei den weiteren Ermittlungen durch die Polizei stellte sich heraus, dass der tödlich verletzte Audi-Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Die Ermittlungen zur abschließenden Klärung für seine Flucht vor Polizeikontrolle dauern noch an, teilte die Polizei am Sonntag mit. Für die Unfallaufnahme wurde routinemäßig das Unfallaufnahme-Team der Paderborner Polizei eingesetzt. Die Wewelsburger Straße blieb im Bereich der Unfallstelle bis in die Nachstunden gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro.

Text und Bilder: Ralph Meyer