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4. Februar. Hövelhof.

Bei einem Großbrand im Hövelhofer Ortsteil Hövelriege ist am frühen Mittwochmorgen ein Einfamilienhaus weitgehend zerstört worden. Bis zum Morgen waren dort etwa 75 Feuerwehrleute aus Hövelhof und dem Delbrücker Stadtteil Ostenland im Einsatz. Eine Bewohnerin konnte sich verletzt ins Freie retten.

 

Hövelhof-Hövelriege. Um 1.23 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises die Feuerwehr Hövelhof unter dem Stichwort „Zimmerbrand, Menschenleben in Gefahr“. Trotz extremer Straßenglätte rückte umgehend die komplette Wehr mit rund 50 Feuerwehrleute in Richtung Hövelriege aus. Später folgte zur Verstärkung eine Gruppe des Delbrücker Löschzuges Ostenland mit einem weiteren Löschfahrzeug zur Einsatzverstärkung, berichtet Einsatzleiter Patrick Falkenrich, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Hövelhof.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand das Erdgeschoss des Hauses in der Straße „Im Winkel“ bereits in Vollbrand. Eine Bewohnerin hatte das Feuer gegen 1,15 Uhr in ihrer Küche entdeckt. Sie rettete sich eigenständig ins Freie und lief zu Nachbarn, die per Notruf Feuerwehr und Polizei alarmierten. Die Bewohnerin, die eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert.

Durch die hohe Brandintensität breitete sich das Feuer rasch über die Fassade auf den Dachstuhl aus. Teile der Dachhaut waren mit einer Photovoltaikanlage belegt. Eine weitere Ausbreitung auf Nachbargebäude konnte die Feuerwehr durch einen massiven Löschangriff, verbunden mit Riegelstellungen, verhindern. Die Brandstelle liegt in der Nähe des Haltepunktes Hövelriege der Sennebahn.

Aufgrund der aufwendigen Nachlöscharbeiten zog sich der Einsatz bis in die frühen Morgenstunden. Es wurden rund 13 Trupps unter Atemschutz eingesetzt, so Pressesprecher Tim Kesselmeier. Für die Einsatzverpflegung der Feuerwehr sorgte das Deutsche Rote Kreuz. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die Witterung, denn bei frostigen Temperaturen gefror das Löschwasser immer wieder bei Bodenkontakt.

Die Polizei nahm noch in der Nacht ihre Ermittlungen auf. Am Mittwochvormittag besichtigten Beamte die Polizei den Brandort, doch die Ermittlungen haben noch keine genaue Ursache ergeben. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 400.000 Euro. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Der Zugverkehr auf der nahen Sennebahn wurde durch das Feuer und den Feuerwehreinsatz nicht beeinträchtigt.amtschaden liegt bei rund 400.000 Euro. Ein benachbartes Wohnhaus wurde nicht beschädigt. Auch der Zugverkehr, der über ein an das Grundstück angrenzendes Bahngleis verläuft, war durch die Rauchentwicklung nicht beeinträchtigt.

Text: Ralph Meyer   Foto: Feuerwehr Hövelhof