Bei einem Verkehrsunfall auf dem Ludwigsfelder Ring am frühen Aschermittwochsmorgen wurden zwei 19 Jahre alte Männer schwer verletzt. Polizeibeamte trafen nur wenige Sekunden nach dem Unfall ein und retteten die beiden Schwerverletzten aus dem Wrack und alarmierten die Feuerwehr.
Paderborn. Der Unfall ereignete sich gegen 2.05 Uhr im Bereich der Eisenbahnbrücke. Ein mit zwei Personen besetzter Toyota Auris mit Paderborner Zulassung fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf dem Ludwigsfelder Ring in Richtung Driburger Straße. Dabei fiel der rasante Wagen einer Polizeistreife auf, die dort eine Verkehrskontrolle durchführte. Ein Polizist bedeutete dem Fahrer mittels Taschenlampensignal, das er seine Geschwindigkeit reduzieren solle. Dies geschah nicht, statt dessen fuhr der Wagen mit geschätzten 120 bis 150 Stundenkilometern an der Kontrollstelle vorbei.
Wegen des schnell fahrenden Toyota entschloss sich das Team, die Kontrolle abzubrechen und dem Wagen zu folgen. Der war inzwischen in einer leichten Linkskurve kurz vor der Bahnbrücke ins Schleudern gekommen, rutschte auf die Gegenfahrbahn und schlug dort in ein Rohrgitter ein, das den Fahrradweg von der Fahrbahn trennt. Durch den Anprall drehte sich Wagen, und Gitterteile bohrten sich an der Beifahrerseite im Heckbereich in das Fahrzeug, in dem alle Airbags auslösten. Teile der Rohrkonstruktion und Fahrzeugteile wurden etwa 20 Meter weit weggeschleudert.
Nur Sekunden nachdem Unfall traf der Streifenwagen an der Unfallstelle ein. Beherzt retteten die Polizeibeamten den leicht verletzten Fahrer und seinen schwer verletzten Mitfahrer aus dem stark deformierten Wrack. Die Polizeileitstelle informierte sofort die Leitstelle der Feuerwehr in Ahden, die um 2.09 Uhr unter dem Stichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ die Feuerwehr Paderborn alarmierte, die umgehend mit den beruflichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Nord- und Süd zur Unfallstelle fuhren, berichtet Einsatzleiter Sebastian Guhl. Der Rettungsdienst war mit Notarzt und zwei Rettungswagen im Einsatz. Ebenfalls alarmiert wurden die Ehrenamtler der Einheit Stadtheide. Insgesamt waren 26 Feuerwehrleute im Einsatz.
An der Unfallstelle stellte sich heraus, dass der Fahrer des Toyota unter Alkoholeinfluss stand und nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Ob der Mann die Kontrollstelle der Polizei bemerkt hatte, ist unbekannt. „Der war nicht auf der Flucht vor uns, der war ohnehin viel zu schnell unterwegs“, sagte ein Polizeibeamter an der Unfallstelle. Vermutlich führte das hohe Tempo in Verbindung mit Alkohol und einer leichten Matschschicht auf der Straße zum Kontrollverlust über den Toyata.Den Insassen, die als schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt gelten, wurden in Paderborner Krankenhäuser eingeliefert. Dort wurden auch Blutproben entnommen. Die Einsatzkräfte stellten das Auto und das Handy des Fahrers sicher, die weiteren Ermittlungen dauen an.Der Toyota wurde sichergestellt. Während des Feuerwehreinsatzes und der Unfallaufnahme blieb der Ludwigsfelder Ring gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 20.000 Euro.
Text und Fotos: Ralph Meyer