Rund 75 Einsatzkräfte der Paderborner Feuerwehr rückten am späten Samstagabend zu einem Bauernhofbrand im Paderborner Stadtteil Wewer aus. Dort brannte der Pferdestall eines Pferdesport-und zuchtbetriebes an der Straße Im Klee.
Paderborn-Wewer. Im Eingangsbereich der Stallgasse in einem rund 42 mal 28 Meter großen Gebäude war aus unbekannter Ursache Stroh in Brand geraten, was innerhalb kürzester Zeit zu einer starken Verrauchung des Gebäudes führte, in dem acht Pferde untergebracht waren.
Um 21.16 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises nach einem Notruf aus dem Betrieb unter dem Stichwort „Bauernhofbrand“ mit dem Meldebild „Brennt Pferdestall“ die Feuerwehr Paderborn umgehend mit den beruflichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd zur Brandstelle zwischen Kleestraße und Salzkottener Straße ausrückte. Ebenfalls brachen die Ehrenamtlichen der Einheiten Wewer, Elsen und Stadtmitte mit starken Kräften Richtung des Betriebs auf, in dem auch eine Hengststation untergebracht ist. Die ebenfalls alarmierte Einheit Stadtheide besetzte die verwaister Wache Nord. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen und einer Notärztin an der Einsatzstelle.
Außerdem wurden auch zwei Wechsellader mit den Abrollbehältern Pumpe/Schlauch und Atemschutz Richtung Wewer in Marsch gesetzt. Später kümmerte sich der Gerätewagen Logistik um den Abtransport der kontaminierten Bekleidung und des Schlauchmaterials. Insgesamt waren sechs Löschfahrzeuge und zwei Drehleitern auf dem Bauernhof im Einsatz.Vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelang es den Bewohnern des Hofes, drei Pferde aus dem verrauchten Gebäude in Sicherheit zu bringen. Außerdem gelang es dem Personal, mit einem Radlader einen Teil des brennenden Strohs aus der Halle ins Freie zu fahren, wo es von Feuerwehrleuten auseinandergezogen und abgelöscht wurde.
Weitere fünf Tiere aus der Ponyaufzucht wurden durch die Feuerwehr ins Freie gebracht. Mit dem mehreren Hochleistungslüftern wurde parallel der Rauch aus den Stallgassen ins Freie geblasen. Allein die Entrauchung des angrenzenden Reithalle und die Nachlöscharbeiten dauerten rund zwei Stunden.Während des Löscheinsatzes, der sich über mehrere Stunden hinzog, trafen weitere Beschäftigte des Betriebes ein, die die Betreuung der Pferde übernahmen. Die Bewohner des Bauernhofes, die bei der Tierrettung Rauchgase eingeatmet hatten, wurden nach notärztlicher Sichtung mit zwei Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Später eintreffende Verwandte kümmerten sich um die Kinder der Betreiber.
Durch das Feuer entstand auch Gebäudeschaden in noch unbekannter Höhe. Ein benachbartes, etwa 28 mal 12 Meter großes Gebäude, war nicht betroffen. Noch im Laufe im Laufe der Nacht nahm die Polizei die Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache auf. Die letzten Feuerwehrkräfte verließen die Brandstelle gegen 0.30 Uhr.
Text und Foto: Ralph Meyer