Kreise Paderborn und Gütersloh loten Zusammenarbeit der Leitstelle aus.
Kreis Paderborn. Die Kreise Paderborn und Gütersloh haben bei einem Arbeitstreffen auf höchster Ebene weitere Schritte der Zusammenarbeit besprochen. Wie bereits bekannt, planen die Kreise eine enge Zusammenarbeit der Leitstellen, ein entsprechender ‚Letter of Intent‘ ist bereits im vergangenen Jahr von der Politik verabschiedet und unterzeichnet worden.
Landrat Christoph Rüther und Landrätin Ina Laukötter (beide CDU) besprachen laut Mitteilung aus dem Gütersloher Kreishaus auch Arbeitsfelder jenseits der Leitstellen, in denen künftig ein enger Austausch erfolgen soll. Dazu zähle die Frage, wie sogenannte Leerfahrten im Rettungsdienst zu finanzieren seien, nachdem die Krankenkassen als Kostenträger angekündigt haben, diese nicht mehr übernehmen zu wollen. Aber auch in Fragen von Zivilschutz und Katastrophenschutzbedarfsplan wollen sich beide Kreise künftig eng abstimmen.„Wir haben uns schon früh auf den Weg gemacht.
Wir wollen vor die Lage kommen“, erklärte Landrätin Laukötter mit Blick auf die Problemlagen. So auch bei den Leitstellen: Im Raum stehe die Frage, ob künftig nur noch eine Leitstelle für je eine Million Einwohner zuständig sein soll. Die Kreise Paderborn und Gütersloh kämen zusammen auf rund 700.000 Einwohner. Und die Kooperation soll so weit gehen, dass man künftig von „einer Leitstelle mit zwei Standorten“ sprechen könne, so Rüther. Er war zusammen mit Dezernent André Brandt und dem Amtsleiter Bevölkerungsschutz, Stephan Reckhaus, nach Gütersloh gekommen.
Bei den Leitstellen soll die Zusammenarbeit weit über technische Fragen hinausgehen. Demnach soll es möglich sein, neben der gegenseitigen Rückfallebene nicht nur für den anderen Kreis einspringen zu können, sondern sich auch technisch, personell und organisatorisch zu unterstützen. Auch gemeinsame Beschaffung, Aus- und Fortbildung, Unterstützung im Alltag und bei Krisenlagen gehörten dazu. „Wenn man auch Einsätze im Nachbarkreis vollumfänglich disponieren kann, könnten die Synergien so weit reichen, dass es denkbar wäre, nachts den Personaleinsatz wechselseitig zu reduzieren und eine gegenseitige, redundante Dienstplanung zu ermöglichen“, sagt Reckhaus. Wie der Kreis Paderborn plant auch der Kreis Gütersloh aktuell den Neubau einer Leitstelle.
Tauschen sich aus über die Zusammenarbeit der beiden Kreisleitstellen Paderborn und Gütersloh sowie über weitere Themen des Bevölkerungsschutzes aus (v. l.): Stephan Reckhaus, André Brandt, Landrat Christoph Rüther, Landrätin Ina Laukötter, Angela Lißner und Jürgen Theis.
Text und Foto: Kreis Gütersloh