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20. März. Borchen.

Bilanz eines ereignisreichen Jahres zog der Verein der Feuerwehr Borchen unter Vorsitz von Andreas Plöger bei der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus Etteln. Plöger, der selbst viele Jahre lang der Wehrführung angehört hatte, bezeichnete die Wehr als „Rückgrat unserer Sicherheit“.

 

Borchen-Etteln. Der Gesamtwehr gehören 242 Feuerwehrleute an, ein Plus von zwei Kräften im Vergleich zum Vorjahr, berichtet Schriftführer Sebastian Schmidt. Die 115 Aktiven in den fünf Löschzügen mussten im vergangenen Jahr 228 Einsätze meistern, 55 weniger als 2024.Neben 53 Brandschutzeinsätzen und 84 Einsätzen im Bereich Technischer Hilfe weist die Statistik auch jeweils zehn Fehlalarme und blinde Alarme aus. Bei den Hilfeleistungen schlagen Ölspuren mit 26 Einsätzen zu Buche, und mit 15 Alarmen bildete die A33 auch im vergangenen Jahr einen Einsatzschwerpunkt. Neben den Aktiven gehören auch 71 Angehörige der Alters- und Ehrenabteilung,

50 Nachwuchslöscher der Jugendfeuerwehr und sechs Mitglieder der Unterstützungsabteilung zur Borchener Feuerwehr. Die Feuerwehrleute besuchten 58 Lehrgänge auf Gemeindeebene, 44 auf Kreisebene sowie 15 Lehrgänge am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster. 10 Feuerwehrleute schlossen im vergangenen Jahr erfolgreich die Grundausbildung ab und verstärken die Einsatzabteilungen nachhaltig. Nach dem guten Baufortschritt beim Neubau des Gerätehauses in Nordborchen, ist die Fertigstellung für 2027 geplant.

Landrat Christoph Rüther betonte in seinem Grußwort, die Gemeinde stehe voll hinter ihrer Feuerwehr - trotz einer „frostigen Atmosphäre“ in der ungeheizten Halle. Mit Blick auf die mitgliederstarke Jugendfeuerwehr sagte er: „Borchen ist eine tolle Feuerwehr“. Bedauern zeigte Rüther ob der gesetzlich veranlassten Schließung der Rettungsdienstabteilung zu Jahresbeginn nach 22 erfolgreichen Jahren. Für 2027 kündigte er den Neubau der Rettungswache an der Haarener Straße an.

Gerd Klute, Leiter der Feuerwehr Borchen, erwartet die Auslieferung eines neuen Rüstwagens (Ersatz für ein Modell aus dem Jahre 1994) und eines neuen Einsatzleitwagens. Parallel werden neue Hilfeleistungslöschfahrzeuge für die Löschzüge Etteln und Nordborchen ausgeschrieben. Die Lieferzeiten schätzt er auf rund drei bis vier Jahre. Klute wartet auch auf die Auslieferung der neuen Atemschutzgeräte-Generation, die eine komplette Austauschbarkeit innerhalb des Kreises garantieren wird. Trageversuche sind in den kommenden Wochen geplant.

Bürgermeister Uwe Gockel lobte die Bereitschaft der Borchener Feuerwehrleute, Verantwortung zu übernehmen und dankte der Wehr für das „treue und vorbildliche Zusammenspiel“ und viele Stunden im Einsatz fürs Gemeinwohl. Die Gemeinde gibt im laufenden Jahr 325.000 Euro für Sachmittel aus und investiert rund 850.00 Euro in die Ausstattung ihrer Feuerwehr. Neue Mannschaftstransporter für Etteln und Kirchborchen stellte Gockel für 2027 in Aussicht. Angesichts der guten Personalstärke der Feuerwehr Borchen hat der Bürgermeister keine Sorgen für die Zukunft.

Befördert wurden Moritz Suerland und Linus Werny zu Feuerwehrmännern; Luis Lappe zum Hauptfeuerwehrmann; Lukas Plöger zum Oberbrandmeister; Patrick Hillebrand zum Brandinspektor und Thomas Salmen zum Gemeindebrandinspektor.Mit dem Feuerwehr-Fitness-Abzeichen wurden geehrt: Gregor Zilles (Gold); Tobias Klugmann und Michael Hopppe (Silber) sowie Christian Leifeld, Manuel Finke, Gerd Klute, Lukas Plöger, Kai Scharley und Frank Fahney (alle Bronze).

Feuerwehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Pasqual Menne, Markus Badke, Tobias Heggen, Stefan Ernst, Julian Ewers und Tobias Heimann. Feuerwehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Gold für 35-jährige Treue erhielten Jörg Egold, Guido Niggemeier, Tobias Stroth und Christian Werny.

Sonderauszeichnungen des Verbandes der Feuerwehren (VdF) für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Franz Lohmann und Josef Wübbeke. Die Auszeichnungen für Karl-Heinz Meier und Franz-Josef Düchting (60 Jahre) und Bernhard Lippegaus (70 Jahre) werden gesundheitlich bedingt zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.

Text und Fotos: Ralph Meyer