Tag der offenen Tore am neuen Feuerwehrgerätehaus in Hövelhof. Blaulichtmeile, Familienprogramm, Infos bei Musik und guter Laune.
Hövelhof. Am Sonntag, 19. April, steht die Sennegemeinde ganz im Zeichen von Blaulicht und dem Klang der Martinshörner. Die Freiwillige Feuerwehr Hövelhof lädt von 12 bis 18 Uhr ein zum Tag der offenen Tore im und am neuen Feuerwehrgerätehaus am Alten Markt. Eingeleitet wird der Tag der offenen Tore um 10.30 Uhr mit einer Floriansmesse in der Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk mit anschließender kleinen Prozession zum Feuerwehrgerätehaus.
Die Feuerwehr Hövelhof feiert in diesem Jahr ihren 95. Geburtstag, und die Jugendfeuerwehr besteht seit 25 Jahren, so Sebastian Lienen, der seit sechs Jahren Leiter der Feuerwehr Hövelhof ist.Auf die Besucher warten Führungen durch den 9,3 Millionen Euro teuren Neubau, der seit Herbst des vergangenen Jahres in Betrieb ist. Das neue Domizil der Feuerwehr erstreckt sich über rund 2.300 Quadratmeter Nutzfläche und bietet optimale Bedingungen für die Arbeit der Sennewehr.
Das dreigeschossige Verwaltungsgebäude beherbergt neben großzügigen Umkleide- und Sanitärräumen auch Besprechungs- und Schulungsräume mit einer Versorgungsstation sowie eigene Bereiche für die Jugendfeuerwehr. Eine moderne Fahrzeughalle bietet Platz für elf Einsatzfahrzeuge inklusive einer Waschhalle. Herzstück des Gebäudes ist die hochmoderne Einsatzzentrale mit getrenntem Funkraum und der Örtliche Einsatzleitung (ÖEL). Diese Einrichtung ist eine Führungsstruktur der Feuerwehren im Land, die bei Großschadenslagen oder im Katastrophenfall zum Einsatz kommt, um die Maßnahmen vor Ort zu koordinieren. Bei Hochwasserlagen, Starkregenereignissen oder Sturmschäden, bei denen lokal viele gleichartige Einsätze in kurzer Zeit auflaufen, priorisiert die ÖEL die Einsätze aufgrund ihrer lokalen Kenntnisse und sorgt für die Abstimmung und das koordinierte Zusammenwirken der Einsatzkräfte.
Eine Netzersatzanlage stellt die Stromversorgung im Falle eines Blackouts sicher, und eine Satellitenverbindung sorgt für verlässliche Kommunikation, auch wenn das lokale Netz ausfallen sollte. Damit kann das Gebäude als zentrale Anlaufstelle für den Stab für außerordentliche Ereignisse (SAE) dienen, in der Feuerwehr, Verwaltung und Polizei gemeinsam agieren.Im Laufe des Tages der offenen Tore wird auch der Grundstein für die neue heimatkundliche und historische Erlebnisstation am Feuerwehrgerätehaus gelegt. Sie wird ein Löschgruppenfahrzeug LF-8, einen Mercedes 710 Rundhauber Baujahr 1966, beherbergen. Der Oldtimer verkörpert Tradition und Entwicklung der modernen Technik bei der Brandbekämpfung. Mit der geplanten Fahrzeugremise soll dieses Stück lokaler Geschichte sichtbar und erlebbar gemacht werden. Das Projekt des Fördervereins wird mit aus Mitteln des Heimat-Fonds des Landes Nordrhein-Westfalen zu 50 Prozent gefördert. Die weitere Finanzierung bzw. Umsetzung des Projektes erfolgt aus Eigenanteilen, Spenden und Sponsoren bzw. ehrenamtlicher Eigenleistung.
Die Freiwillige Feuerwehr Hövelhof zählt aktuell 156 Mitglieder. „Das neue Gerätehaus bedeutet für uns einen enormen Mehrwert. Wir verfügen jetzt über optimale Räume und Möglichkeiten. All das erleichtert unsere Arbeit im Einsatzalltag spürbar“, sagt Sebastian Lienen, Leiter der Feuerwehr Hövelhof.Im Außengelände des Feuerwehrhauses können Interessierte auf einer Blaulichtmeile alle Einsatzfahrzeuge der Hövelhofer Feuerwehr kennenlernen.
Für die jungen Gäste werden ein Kinderschminken, eine Hüpfburg, das Schlauchkegeln, ein Karussell und eine Spritzwand angeboten. Zusätzlich sorgen das Blasorchester das Schützen-Tambourcorps Hövelriege musikalisch für gute Laune.Im Laufe des Tages sind verschiedene praktische Übungen geplant. So werden zwischen 14 Uhr und 17 Uhr die First Responder, die Gruppe der Notfallhelfer, die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung ihre Fähigkeiten in Schauübungen unter Beweis stellen. Außerdem können die Besucher die Feuerlöscher-Trainingsanlage ausprobieren, an der in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Gruppen geschult wurden.Für das leibliche Wohl sorgen ein Getränkewagen der Feuerwehr und ein Waffelstand, der von der Kolpingfamilie betrieben wird.
Unter dem Motto „Essen wie bei der Feuerwehr“ servieren die Schützen der Hövelhofer Dorfkompanie in Zusammenarbeit mit der Hausschlachterei Wecker Nacken-, Minutensteaks und Bratwurst, auf Wunsch mit Pommes frites. Die Fleischgerichte werden typischerweise zum Abschluss von sommerlichen Dienstabenden von den Aktiven nach getaner Arbeit das eine oder andere Mal verzehrt. „Durch die Unterstützung der befreundeten Vereine und Manuel Wecker können besonders familienfreundliche Preise ermöglicht werden. Der Erlös des Caterings kommt der Arbeit des Fördervereins der Hövelhofer Wehr zugute“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Thomas Westhof.
Die Hövelhofer Feuerwehr ist in diesem Jahr auch Gastgeber von zwei Veranstaltungen des Verbandes der Feuerwehren (VdF) im Kreis Paderborn. Am Samstag, 26. September, treffen sich Teams aus allen Feuerwehren des Kreises zum Leistungsnachweis am Schützen- und Bürgerhaus.
Einen Montag später, am Samstag, 24. Oktober, findet der Nachmittag der Ehrenabteilungen, zu dem mehrere hundert Feuerwehrsenioren bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen erwartet werden, im Schützen- und Bürgerhaus der Sennegemeinde statt.
Foto: Laden stellvertretend zum „Tag der offenen Tore“ und zur Floriansmesse ein:Andre Kipshagen (Jugendfeuerwehr), Sebastian Lienen (Leiter Feuerwehr), Vikar Fritz Regener, Thomas Westhof und Christoph Werner (beide Förderverein), dahinter Wolfgang Schmidt (Ehrenabteilung).
Text und Foto: Feuerwehr Hövelhof.