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21. April. Altenbeken.

Auf ein Jahr voller Herausforderungen blickten die 284 Mitglieder der Feuerwehr Altenbeken bei der Jahreshauptversammlung zurück, die in der Schützenhalle Schwaney stattfand.

 

Altenbeken-Schwaney. Die Zahl von 179 Einsätzen für die 122 Aktiven der Einsatzabteilung lag leicht unter dem Wert des Vorjahres. Allerdings hat sich die Zahl der Brandeinsätze mit 60 nahezu verdoppelt. Außerdem rückten die drei Löschzüge zu 64 Hilfeleistungseinsätzen aus, berichtet der stellvertretende Wehrleiter Mark Nigriny. 60 Mal wurden die First Responder zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. Die Statistik wies für die Feuerwehr 1.693 Einsatzstunden aus. Weitere 3.312 Stunden Dienst an der Allgemeinheit leistete die Feuerwehr bei Ausbildungsabenden, und 1.358 Stunden lang drückten die Feuerwehrleute bei Lehrgängen die Schulbänke.

Die Feuerwehr freut sich über jeden Eintritt sowie Übertritt in die Einsatzabteilung und wirbt auch gezielt um Quereinsteiger. Martin Brandt bedauerte, dass die medizinisch hoch qualifizierten 19 Mitglieder der First Responder zu selten für ihre eigentliche Aufgaben, die Unterstützung des Rettungsdienstes bei lebensbedrohlichen Fällen, wenn der Altenbekener Rettungswagen nicht eingesetzt werden kann, alarmiert werden. Die First Responder rücken in der Eggegemeinde seit 31 Jahren jeweils mit zwei Teams parallel aus. Die Geräteausstattung bezeichnete Brandt als gut.

Die Jugendfeuerwehr zählt 30, die Kinderfeuerwehr, die „Eggelöschis“, 25 Mitglieder, berichteten Sebastian Klösener und Alexandra Tewes. Für das Entenrennen auf dem Ellerbach am Maifeiertag verkauft die Jugendfeuerwehr wieder 2.600 gelbe Enten für einen guten Zweck.

Der Musikzug Buke, der in anderer Uniform auch als Buker Husaren firmiert, hat im vergangenen Jahr 35 Auftritte absolviert, so Sven Scharnhorst. Im Herbst starten die Husaren zur Konzertreise nach Südkorea.

Wehrleiter Rainer Hartmann betonte, mit Engagement, Zusammenhalt und Verantwortungsgefühle sei die Feuerwehr Teil der Gesellschaft. Durch Einführung einer E-Learning-Plattform beschreitet die Altenbekener Wehr auch neue Wege bei der Ausbildung. Angesichts steigender Einsatzzahlen durch sie automatische eCall-Alarmierung bei Kraftfahrzeugen sprach er vorn einem wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, der jedoch zu einer erhöhten Belastung der Einsatzkräfte führe. Wörtlich erklärte Hartmann: „Die enge Zusammenarbeit, unsere Verlässlichkeit und der Mut, auch neue Wege zu gehen, bleibt unser Erfolgsrezept“.

Landrat Christoph Rüther lobte das Engagement der First Responder und betonte, die Mitarbeit in der Feuerwehr gebe dem Leben einen Sinn. Bürgermeister Matthias Möllers betonte, Feuerwehr sei mehr als nur die Summe der Einsätze. Sie sei in allen drei Ortsteilen stark aufgestellt. Die nächsten Bauvorhaben betreffen den Bau einer neuen Rettungswache in Buke durch den Kreis und des neuen Buker Feuerwehrgerätehauses im Bereich zwischen der Tankstelle und Richts Deele. Vize-Kreisbrandmeister Bernd Lüke erinnerte an die wachsende Bedeutung des Katastrophenschutzes. Der funktioniere allerdings nur dann, wenn sich die Bevölkerung zumindest teilweise selbst helfen könne. Augenzwinkernd fügte er hinzu, offenbar habe sich DNA der Deutschen geändert, denn es gäbe „immer mehr Menschen mit zwei linken Händen“.

Befördert wurden zur Feuerwehrfrau: Malena Tilly, zum Feuerwehrmann: Sebastian Flintrop, Tim Husemann und Matthias Dommes; zur Oberfeuerwehrfrau: Leonie Kleinhans; zum Oberfeuerwehrmann: Erik Hering, Dominik Rosenblatt, Liam Bolbrock, Tim Kunzemann, Tim Niewels und Joel Stelte; zu Oberfeuerwehrmusikern: Finn Bolbrock, Stephan Gockel, Jasper Grußmann, Tristan Neumann und Lukas Rüther; zum Unterbrandmeister: Nils Kunzemann und Rafael Schwaigert, zum Hauptbrandmeister: Niklas Schäfers; zum Brandinspektor: Christoph Göke; zum Gemeindebrandinspektor: Sven Böddeker; zum Dirigent des Musikzuges: Florian Graf.

Das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Christoph Göke, Patrick Mersch, Rebecca Kleimann, Mark Nigriny, Björn Böddeker und Christian Tewes; das Ehrenzeichen in Gold für 35-jährige Treue ging an Martin Meilwes, Thomas Stewin, Wolfgang Baur und Stefan Bentler; die Auszeichnung der Gemeinde für 45-jährige Mitgliedschaft erhielt Michael Gerling Die Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Engelbert Güldner, Heinz Oldenettel, Michael Bendfeld und Antonius Wiethaup verliehen.

Mit der Auszeichnung der Gemeinde für 55-jährige Mitgliedschaft wurde Ulrich Lüke geehrt. Verabschiedet wurde Martin Brand als Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart. Ihn löst Tochter Alexandra Tewes ab. Neue stellvertretende Gemeinde-Jugendfeuerwehrwartin ist Claudia Fischer. Zum Jugendwart wurde Dieter Striewe ernannt. Sven Böddeker folgt Dennis Gertkämper als stellvertretender Löschzugführer in Schwaney nach.

Text und Fotos: Ralph Meyer