Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 68 in Lichtenau ist am Donnerstagabend in der Walpurgisnacht ein Ford Focus von der Fahrbahn abkommen und und gegen einen Baum geprallt. Dabei ging das Auto in Flammen auf und brannte vollständig aus.
Lichtenau-Kleinenberg. Die 24-jährige Fahrerin konnte sich mit leichten Verletzungen selbst aus dem Wagen retten. Der Unfall ereignete sich gegen 22.20 Uhr kurz vor der Kreisgrenze in der Nähe der ehemaligen Hofstelle Grunewald. Aus ungeklärter Ursache kam der Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr eine mehrere Meter tiefe Böschung hinab, streifte mehrere kleine Bäume und Büsche und prallte schließlich gegen einen massiven Straßenbaum.
Über das automatische eCall-System setzte die Fahrerin einen Hilferuf ab. Danach gelang es ihr, sich aus erheblich deformierten Wrack zu befreien. Wenig später stand der Wagen in komplett in Flammen und brannte vollkommen aus. Auch der Baum und etwa 25 Quadratmeter Grasland brannten lichterloh. Um 22.24 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ die Feuerwehr Lichtenau, die umgehend mit den Einheiten Lichtenau, Kleinenberg und Holtheim zur Unfallstelle ausrückte, berichtet Sören Dege, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Lichtenau.
Insgesamt waren rund 35 Feuerwehrleute im Einsatz. Außerdem waren ein Rettungswagen aus dem Kreis Höxter und der Warburger Notarzt an der Unfallstelle. Nach ärztlicher Sichtung wurde die verletzte Fahrerin in ein Paderborner Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehr löschte den brennenden Ford und den Flächenbrand. Dabei wurde auch Schaummittel eingesetzt, um Rückzündungen zu verhindern. Mit der Wärmebildkamera überprüften die Feuerwehrleute, die unter Atemschutz arbeiteten, auch die Temperatur der ausgeglühten Karosserie. Wie die Polizei in Paderborn mitteilte, besteht bei der Fahrerin der Verdacht auf Alkoholkonsum. Nach einer Blutprobe wurden ihr Führerschein sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet. Während des Feuerwehreinsatzes blieb die Bundesstraße im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt.
Text und Fotos: Ralph Meyer