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20. Juni. Paderborn.

Mehrere Stunden lang kämpften am Samstag Dutzende von Feuerwehrleuten gegen eine Gewässerverschmutzung auf der Lippe zwischen den Paderborner Stadtteilen Schloß Neuhaus und Sande.

Paderborn-Schloß Neuhaus/Sande. Im Bereich des Zusammenflusses von Paderborn Lippe in Höhe von Residenzstraße und Bielefelder Straße hatten Passanten treibendes Öl auf dem Wasser gemeldet. Zunächst rückten gegen 9.40 Uhr ein Kleineinsatzfahrzeug mit zweiköpfiger Besatzung aus.

Wegen der straken Strömung wurde die Einsatzmannschaft gegen 10.20 Uhr durch die beruflichen Kräfte der Feuer- und Rettungswache Nord und die Ehrenamtlichen der Einheit Schloß Neuhaus verstärkt. Da die mobile Sperre nicht alle Verschmutzungen aufhalten konnte, entschlossen sich die Einsatzkräfte, eine weitere Sperre im Bereich des Schloss- und Auenparks einzurichten, berichtet Einsatzleiter Maximilian Neubert.

Um 12.05 Uhr wurde dann die dritte mobile Ölsperre eingerichtet. Diesmal wurden die beruflichen Kräfte bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius von den Ehrenamtlichen der Einheit Sande unterstützt. Diesmal wurde die mobile Ölsperre mit einer Gesamtlänge von 35 Metern an der Lippebrücke in Höhe Gutes Lippesee eingebaut - eine schweißtreibende Arbeit. Dazu wurden zunächst zwei Teile der Ölsperre miteinander verbunden, anschließend mit Druckluft befüllt und mit Gewichten beschwert. Danach wurde die Konstruktion per Muskelkraft quer über die Lippe gezogen und verankert.

Sobald kein Öl mehr eintrifft, werden die Sperren nach regelmäßiger Kontrolle abgebaut. Zuletzt war im Januar 2026 durch einen technischen Defekt Hydrauliköl bei der der Firma Benteler ausgetreten und hatte eine erhebliche Gewässerverschmutzung verursacht. Inzwischen hat die Polizei ihre Ermittlungen nach dem Verursacher aufgenommen.

Text und Foto: Ralph Meyer