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12. Juli. Paderborn.

Die Feuerwehr Paderborn wurde am 12.07.2026 um 02:17 Uhr zu einem gemeldeten Kellerbrand in der Riemekestraße alarmiert.

Paderborn. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine starke Verrauchung in mehreren Bereichen des ehemaligen Bürozentrums feststellbar. Da Rauch aus mehreren Geschossen austrat, musste zunächst von einem ausgedehnten Gebäudebrand mit möglicherweise mehreren Brandherden ausgegangen werden. Aufgrund dieser Lageeinschätzung erhöhte die Einsatzleitung das Alarmstichwort auf "Feuer 4 - Gebäudebrand" und ließ weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle nachalarmieren.

Zur Erkundung und Brandbekämpfung wurden mehrere Trupps unter Atemschutz in dem weitläufigen Gebäude eingesetzt. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die außer Betrieb befindliche brandschutztechnische Infrastruktur des Gebäudes dar. Dadurch mussten sämtliche Erkundungs- und Löschmaßnahmen unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden.

Im Verlauf des Einsatzes konnte glücklicherweise lediglich ein Brandherd im Kellergeschoss lokalisiert werden. Dieser wurde von den eingesetzten Trupps schnell abgelöscht. Die zunächst als sehr umfangreich wahrgenommene Rauchentwicklung war darauf zurückzuführen, dass sich der Brandrauch über den Treppenraum, der wie ein Kamin wirkte, in nahezu alle Gebäudeteile ausgebreitet hatte. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Gebäude umfassend kontrolliert und entraucht.
Im Einsatz befanden sich die hauptamtlichen Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd sowie die Einheiten Stadtmitte, Stadtheide und Elsen der Freiwilligen Feuerwehr Paderborn. Zur Sicherstellung des Grundschutzes im übrigen Stadtgebiet besetzten die Einheiten Marienloh und Dahl während des Einsatzes die Feuerwachen und standen für mögliche Paralleleinsätze bereit.

Insgesamt wurden an der Einsatzstelle ca. 50 Einsatzkräfte tätig. Zur Brandursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Hierzu hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Feuerwehr Paderborn
- Presse und Öffentlichkeitsarbeit -

 

Bericht: Westfälisches Volksblatt

Feuer im ehemaligen Nixdorf-Gebäude in Paderborn.

Paderborn. Dicke Rauchwolken sind in der Nacht zu Sonntag (12. Juli) über das Paderborner Riemekeviertel gezogen. Auslöser war ein Feuer. Schon wieder hat es im einstigen Nixdorf-Gebäude Riemekestraße 160 gebrannt.

Um 2.17 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Paderborn alarmiert. Einsatzort war eine altbekannte Adresse: Riemekestraße 160, besser bekannt unter dem Namen „Bürozentrum Almepark“. Nicht zum ersten Mal wurden die Einsatzkräfte wegen eines Feuers in dem seit Jahren leerstehenden Gebäudekomplex gerufen.

Alarmiert worden war nach Angaben der Feuerwehr zunächst ein Kellerbrand. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stellte sich die Lage jedoch deutlich komplexer dar: Sowohl aus dem zweiten wie auch dem dritten Obergeschoss des verlassenen Gebäudes drang starker Rauch.

Nach Angaben der Einsatzleitung vor Ort bestätigte sich die Erstmeldung: Das im Keller festgestellte Feuer konnten die Feuerwehrleute schnell unter Kontrolle bringen. Da aber das gesamte Gebäude verqualmt war, musste von weiteren Brandherden ausgegangen werden. Wo sich diese befanden, war aber zunächst unklar.

Die Einsatzleitung erhöhte daher gut 20 Minuten nach der ersten Alarmierung das Einsatzstichwort auf „Feuer 4“ und forderte damit weitere Einsatzkräfte an. Benötigt wurden vor allem Atemschutzträger, die das weitläufige Gebäude nach weiteren Brandherden untersuchen sollten. Im Verlauf des Einsatzes konnte lediglich der Brandherd im Kellergeschoss lokalisiert werden. Die zunächst als sehr umfangreich wahrgenommene Rauchentwicklung war darauf zurückzuführen, dass sich der Brandrauch über den Treppenraum, der wie ein Kamin wirkte, in nahezu alle Gebäudeteile ausgebreitet hatte, teilte die Feuerwehr nach Abschluss des Einsatzes mit.

Nach der Erkundung wurde das Gebäude noch komplett entraucht. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden an. Im Einsatz befanden sich die hauptamtlichen Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd sowie die Einheiten Stadtmitte, Stadtheide und Elsen der Freiwilligen Feuerwehr Paderborn. Insgesamt wurden bei dem nächtlichen Einsatz 50 Feuerwehr- und Rettungskräfte tätig.

Die Brandursache ist unklar, eine erneute Brandstiftung kann aber nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt hatte es im April in dem Gebäude gebrannt. Damals waren offenbar Unbekannte in den Bürokomplex eingedrungen und hatten ein Feuer entzündet. Dabei soll sich ein Sprinklerkopf geöffnet und das vorhandene Restwasser in der Leitung das Feuer gelöscht haben.

Immer wieder zieht die leerstehende Immobilie ungebetene Gäste an, die sich unerlaubt in dem Bürogebäude aufhalten. Und immer wieder kommt es in dem Gebäude zu Zerstörungen. Für die Paderborner Polizei ist die Adresse zum ständigen Einsatzort geworden. Von Anfang 2025 bis Frühjahr 2026 gab es dort nach Angaben der Polizei 45 Einsätze. Ermittelt werde in mehreren Fällen wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung, schweren Bandendiebstahls, Körperverletzung und Auffindens von Diebesgut.

Bericht: Westfälisches Volksblatt