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7. August. Paderborn.

In der Nacht zu Samstag wurde die Feuerwehr Paderborn zu einem Brand auf dem Hof eines Gebrauchtwagenhändlers an der Schulze-Delitzsch-Straße alarmiert. Dort standen kurz vor Mitternacht drei Autos in Vollbrand. Mehr als 40 Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen auf weitere Fahrzeuge, die unter freiem Himmel standen, verhindern.

Paderborn. Gegen 23.25 Uhr hatte ein Zeuge Flammen und Rauch im Bereich der Gewerbehallen an der Schulze-Delitzsch-Straße wahrgenommen und den Notruf gewählt. Um 23.27 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Gebäudebrand“ die Feuerwehr Paderborn, die umgehend mit den beruflichen Kräften der Feuer- und Rettungswagen Nord- und Süd sowie den ehrenamtlichen Einheiten der Stadtmitte, Stadtheide und Benhausen und zwei Rettungswagen Richtung Driburger Straße ausrückte.

Dort brannten im Freigelände des Händlers, der sich vor allem auf den Verkauf von BMW- Jahreswagen und jungen Gebrauchten im hochpreisigen Sektor spezialisiert hat, drei Wagen, ein vierter war unmittelbar bedroht. Erst nachdem Feuerwehrleute das massive Tor zum Parkplatz gewaltsam geöffnet hatte, begannen mehrere Trupps mit den Löscharbeiten. Alle drei Fahrzeuge standen bereits im Vollbrand. Trotz eines massiven Löschmitteleinsatzes mit Wasser und Schaummitteln flammten die Karosserien immer wieder auf, berichtet Mirco Westbomke. Schuld daran waren die in den Fahrzeugen verbauten Leichtmetalle und Kunststoffe. Auch Öle und Fette wirkten immer wieder wie Brandbeschleuniger.

Da die Feuerwehr nicht verhindern konnte, dass Löschwasser und Schaummittel in die Kanalisation eindrangen, wurden auch die Untere Wasserbehörde des Kreises Paderborn und der Stadtentwässerungsbetrieb (STEB) in Kenntnis gesetzt. Die kontaminierte Einsatzkleidung der Angriffstrupps wurde noch an der Einsatzstelle getauscht.

Die Polizei nahm noch in der Nacht ihre Ermittlungen aus. Die Brandursache ist noch offen. Die Schadenhöhe wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Um 23.42 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Paralleleinsatz alarmiert. In einem Mehrparteien-Wohn- und Geschäftshaus an der Straße „Am Atlaswerk“ hatten im zweiten Obergeschoss Rauchmelder ausgelöst. Dorthin rückten die Ehrenamtler der Einheit Wewer und eine weitere Drehleiter aus Schloss Neuhaus aus. Da die Auslösung jedoch aufgrund von Wasserdampf infolge von bei Umbauarbeiten erfolgt waren, konnte die Feuerwehr rasch Entwarnung geben und wieder einrücken, berichtet Ludger Schmidt, Leiter der Feuerwehr Paderborn, der diesen Einsatz leitete.

Text und Foto: Ralph Meyer