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15. August. Kreis Paderborn.

Bei zwei großen Waldbränden im Sauerland sind seit Donnerstagabend auch Feuerwehrkräfte aus dem Paderborner Land im Einsatz gewesen.

Wie die Sprecherin des Kreises Paderborn, Leah Laven, auf NW-Anfrage bestätigt, unterstützten am Freitag rund 70 Frauen und Männer von Wehren aus dem gesamten Kreisgebiet dabei, den Großbrand bei Marsberg-Helmighausen einzudämmen. Nach Angaben aus der Region von Freitagnachmittag konnte das zwischenzeitlich auf 100 Hektar ausgedehnte Feuer auf eine Brandfläche von 35 Hektar verkleinert werden. Die Helfer aus dem Paderborner Land unterstützten etwa in Einsatzzentralen des Sauerlandes, in Kommunikationsaufgaben, aber auch mit Löschwassertransportzug, geländegängigem Löschfahrzeug, einem Erkundungsmotorrad sowie einem Drohnentrupp.

Weitere rund 30 Kräfte aus Salzkotten und Lichtenau sorgten mit dem Wasserförderzug an einer zusätzlichen Brandstelle am Möhnesee dafür, mit ihrem sogenannten HF-System (Hytrans Fire System) eine Schlauchleitung vom Südufer des Sees in den Wald zu legen, um eine sichere Wasserversorgung zu gewährleisten.

Kreis-Paderborn-Sprecherin Laven sagt, auf die Situation im Sauerland müsse dynamisch reagiert werden, der Brandschutz im Paderborner Land bleibe jederzeit gewährleistet.

Neben der Hilfeleistung aus dem Kreis Paderborn waren in Marsberg-Helminghausen laut „Radio Sauerland“ unter anderem auch Wehren aus dem Kreis Höxter, aus Waldeck-Frankenberg, Dortmund und vom Niederrhein vor Ort, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Gegen 10 Uhr am Freitagmorgen waren noch rund 400 Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Region.

Der großflächige Waldbrand in Helminghausen sei der größte Feuerwehreinsatz der vergangenen Jahrzehnte im Stadtgebiet Marsberg und im gesamten Hochsauerlandkreis. An den Einsatzmaßnahmen bis Freitag Mittag seien insgesamt mehr als 650 Feuerwehrfrauen und -männer in wechselnden Schichten beteiligt gewesen, lässt die Stadt Marsberg verlauten. Auch ein Löschhubschrauber sei gegen die Flammen zu Einsatz gekommen. Gegen 11.30 Uhr vermeldete der Sprecher der Marsberger Feuerwehr, der Brand sei „weitestgehend unter Kontrolle“.

Der Waldbrand am Möhnesee habe bereits Donnerstagabend unter Kontrolle gebracht werden können, heißt es. Dort sei eine Fläche von rund sechs Hektar betroffen gewesen. 480 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, den Hilfsorganisationen, dem THW sowie der Polizei waren am Donnerstag gegen 21 Uhr dort im Einsatz.

Sorge bereitet allen Beobachtern, dass drehende Winde manche Feuer wieder aufflammen lassen könnten. Landesweit wird – auch mit Blick auf die verheerenden Feuer in der Eifel – vor der anhaltenden Waldbrandgefahr gewarnt. Schon kleinste Ursachen wie Grillen an allzu trockenen Orten oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe können verheerende Folgen haben.

Text: Jens Reddekler/NW; Foto: Feuerwehr Altenbeken.