Vier Menschen sind am frühen Donnerstagmorgen bei einem Verkehrsunfall auf der A33 in Höhe Borchen schwer verletzt worden. Bei zwei 10- und 14-jährigen Kindern kann Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden.
Borchen. Bei der technischen Rettung waren rund 70 Kräfte der Feuerwehr Borchen und des Rettungsdienstes im Einsatz. Drei Notärzte, darunter der Leitende Notarzt Thorsten Dahm aus Borchen, kümmerten sich noch an der Unfallstelle um die Verletzten, die anschließend mit vier Rettungswagen in die Krankenhäuser in Paderborn eingeliefert wurden.
Der Unfall ereignete sich gegen 3.25 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Osnabrück, etwa mittig zwischen dem Parkplatz „Letzter Heller“ und der Anschlussstelle Borchen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam ein Mercedes der E-Klasse mit einer vierköpfigen Familie aus Rahden im Kreis Minden-Lübbecke aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn, durchfuhr einen Grünstreifen und einen Graben und geriet dann auf einen angrenzenden Acker. Dort überschlug sich der Wagen mehrfach und blieb dann nach rund 100 Metern auf der Fahrerseite liegen. Offenbar befand sich die Familie auf der Rückfahrt aus dem Urlaub. Reisegepäck war rund um das Fahrzeug verstreut.
Um 3.33 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ die Feuerwehr Borchen, die umgehend mit den Einheiten Etteln und Kirchborchen auf die Autobahn Richtung Parkplatz „Letzter Heller“ ausrückte, berichtet Einsatzleiter Gerhard Klute, Leiter der Feuerwehr Borchen.
Als die ersten Kräfte an der Unfallstelle eintrafen, warteten dort weder Ersthelfer noch Unfallzeugen. Die Feuerwehrleute folgten blinkenden Lichtsignalen, die hinter einer Baumreihe flackerten. Dort stießen sie auf das zerstörte Fahrzeug. Zwei Heranwachsende hatten sich offenbar selbst aus dem Wrack befreit, lagen auf dem Acker und haben die Leuchten ihrer Mobiltelefone eingeschaltet.
Der 38-jährige Fahrer und seine 49 Jahre alte Beifahrerin waren im Fahrzeug eingeschlossen. Feuerwehrleute stabilisierten zunächst den schwer deformierten Wagen und sicherten ihn fachgerecht gegen ein Umstürzen. Anschließend trennten sie das komplette Dach mithilfe hydraulischer Werkzeuge ab, um die Erwachsenen versorgen zu können. Danach wurden sie bei einsetzendem, leichten Regen achsengerecht aus dem Fahrzeug gerettet und noch an der Unfallstelle medizinisch versorgt.
Während des Feuerwehr- und Rettungseinsatzes blieb die A33 im Bereich der Unfallstelle in Fahrtrichtung Osnabrück bis 8 Uhr komplett gesperrt. Der Schwerlastverkehr wurde über Etteln umgeleitet. Der rechte Fahrstreifen bleibt aufgrund von Reparaturarbeiten weiterhin gesperrt. Das Unfallaufnahmeteam der Polizei Bielefeld übernahm die Ermittlungen zum Unfallhergang. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 42.000 Euro. Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich unter (05 21) 545-0 beim Verkehrskommissariat 1 in Bielefeld zu melden.
Text und Bilder: Ralph Meyer
Freiwillige Feuerwehr Borchen.
Kerstin Dietz
Pressesprecherin
In der vergangenen Nacht wurden um 03:33 Uhr die Löschzüge aus Etteln und Kirchborchen zu einem Verkehrsunfall auf die A33 alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich in Fahrtrichtung Bielefeld zwischen den Anschlusstellen Etteln und Borchen. Ein Fahrzeug, welches mit vier Personen (zwei Erwachsene und zwei Kinder) besetzt war kam nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in die Böschung. Es überschlug sich und kam ca. 100 Meter weiter auf der Seite im Feld zum Liegen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte vom Löschzug Etteln befanden sich die beiden Kinder bereits außerhalb des Fahrzeugs. Die Eltern waren noch im Fahrzeug eingeschlossen. Nach der Sicherung des PKW wurden sie mittels technischem Gerät aus dem Fahrzeug befreit und an den Rettungsdienst übergeben. Alle vier Personen wurden schwerverletzt in Paderborner Krankenhäuser transportiert. Wir unterstützen den Rettungsdienst bei seinen Maßnahmen und stellten gleichzeitig den Brandschutz am qualmenden PKW sicher. Nach den Aufräumarbeiten reinigten wir die Fahrbahn von Schlamm und Erde.
Von den beiden Löschzügen waren ungefähr 40 Einsatzkräfte vor Ort. Mit im Einsatz waren vier Rettungswagen, drei Notärzte, der organisatorische Leiter Rettungsdienst und ein leitender Notarzt sowie die Autobahnpolizei. Nach drei Stunden konnten wir die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.