Zu einer nächtlichen Personensuche rückte die Feuerwehr Bad Lippspringe am frühen Donnerstagmorgen in die Innenstadt aus.
Bad Lippspringe.Im Altenheim Martinstift an der Mühlenflößstraße hatten Mitarbeitende in der Nacht bemerkt, dass sich eine 91 Jahre alte Bewohnerin, die erst kürzlich in die Senioreneinrichtung eingezogen war, nicht mehr in ihrem Zimmer befand.
Eine Nachsuche in der Einrichtung und der unmittelbaren Umgebung durch das Personal und starke Polizeikräfte führte jedoch nicht zum Auffinden der stark dementen Frau. Daraufhin wurde die Feuerwehr Bad Lippspringe um 3.56 Uhr unter dem Stichwort „Personensuche“ zur Verstärkung alarmiert. Außerdem rückte die Drohneneinheit der Feuerwehr Hövelhof Richtung Badestadt aus, und ein Polizeihubschrauber mit seiner leistungsfähigen Wärmebildkamera nahm ebenfalls Kurs auf Bad Lippspringe, berichtet Einsatzleiter Christian Hoffbauer, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Bad Lippspringe.
Insgesamt beteiligten sich 21 Feuerwehrleute aus Bad Lippspringe und das zweiköpfige Drohnenteam aus Hövelhof an der Suche. Die Hövelhofer Drohne, die ebenfalls mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet ist, war gerade zwei Minuten in der Luft, als der erlösende Anruf von Angehörigen der Vermissten einging. Barfuß, im Schlafanzug und mit einem Rollator hatte sich die 91-Jährige auf dem Weg zu ihrer früheren Wohnung an der Bielefelder Straße gemacht und wurde dort wohlbehalten von Angehörigen in Empfang genommen. Daraufhin wurde die Suchaktion abgebrochen, und auch der angeforderte Hubschrauber drehte vor dem Eintreffen in der Badestadt ab.
Text: Ralph Meyer.