Und schon wieder brannte es im seit Jahren leer stehenden Bürogebäude an der Riemekestraße 160. Am Freitagnachmittag rückte die Feuerwehr mit starken Kräften zu dem mehrgeschossigen Bürogebäude aus, das schon bessere Zeiten gesehen
Paderborn. Mit eingeschlagenen, teils verbretterten Fenstern wirkt die Immobilie im Gewerbegebiet Almepark wie ein Lost Place.
Gegen 14.55 Uhr drangen dichte Rauchwolken aus dem Erdgeschoss und den darüberliegenden Stockwerken. Um 14.58 Uhr alarmierte die Leitstelle zunächst unter dem dem Stichwort „Feuer 2“ mit dem Meldebild „Unklare Rauchentwicklung“ die Feuerwehr Paderborn. Nur zwei Minuten später wurde das Stichwort auf „Feuer 3, Wohnungsbrand“ erhöht. Neben den beruflichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd rückten auch die ehrenamtlichen Einheiten Stadtmitte und Stadtheide aus. Auch die Einheit Elsen rückte mit zwei Fahrzeugen an, berichtet Einsatzleiter Mirco Westbomke. Weitere Kräfte besetzten die verwaisten Wachen. Insgesamt war mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz.
Der Rettungsdienst stand mit Notarzt, Rettungswagen und einem Krankentransportwagen an der Riemekestraße in Bereitstellung. Dem Angriffstrupp, der unter Atemschutz in das Gebäude eindrang, gelang es rasch, den Brandherd in einem Büroraum im Erdgeschoss zu lokalisieren und zu löschen. Durch die offene Bauweise hatte sich der Rauch schnell im gesamten Gebäude verbreitet.
Mit mehreren Hochleistungslüftern belüftete die Feuerwehr das mehrstöckige Gebäude. Anschließend durchsuchten mehrere Trupps unter Atemschutz das Gebäude, in dem oft auch Nichtsesshafte Zuflucht suchen. Noch an der Einsatzstelle tauschten die Kräfte, die im Gebäude tätig waren, ihre kontaminierte Bekleidung und die Ausrüstung.
Die Polizei nahm noch am Nachmittag die Ermittlungen zur Brandursache auf. Vermutlich dürfte es sich auch diesmal wieder um Brandstiftung handeln. Die heruntergekommene Immobilie, die bis Anfang 2024 auch das ATIW-Berufskolleg beherbergte und bereits mehrfach den Besitzer wechselte, soll im Dezember zwangsversteigert werden.
Text und Foto: Ralph Meyer