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7. Oktober. Lichtenau Husen.

Erneuter Großeinsatz für die Feuerwehr Lichtenau. Nach einem Kellerbrand am Mittwochmorgen ist ein Einfamilienhaus im Stadtteil Husen nicht mehr bewohnbar. Zwei Bewohner zogen sich bei eigenen Löschversuchen Rauchgasvergiftungen zu und wurden nach notärztlicher Versorgung zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Paderborn eingeliefert.

Lichtenau-Husen. Unter dem Stichwort „Feuer 3, Kellerbrand“ alarmierte die Leitstelle des Kreises um 9.09 Uhr die Feuerwehr Lichtenau nach Husen. Als die ersten Kräfte an der Brandstelle im Bereich der Einmündung Schwalbenstraße und Attelner Straße eintrafen, quollen bereits dichte Rauchwolken aus mehreren Fenstern im Ober- und im Dachgeschoss sowie im rückwärtigen Bereich aus der Traufe des Daches. Daraufhin lies Einsatzleiter Thomas Dinkelmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Lichtenau, das Stichwort auf „Feuer 4, Gebäudebrand“ erhöhen.

Die beiden Hausbewohner hatten zunächst selbst versucht, der Flammen im Keller Herr zu werden, mussten jedoch vor der starken Rauchentwicklung kapitulieren und flüchteten ins Freie. Dort warteten sie auf das Eintreffen der Feuerwehr. Da alle Zwischentüren im Haus geöffnet blieben, breitete sich der Qualm ungehindert im gesamten Gebäude aus.

Um den Kellerbrand zu bekämpfen, bildete der Einsatzleiter zwei Einsatzabschnitte im vorderen und rückwärtigen Bereich. setzte die Feuerwehr vier Angriffstrupps unter Atemschutz im Innen angriff und zwei weitere Trupp im Außenangriff und über die Drehleiter ein. Durch taktische Ventilation verhinderte die Feuerwehr eine Ausbreitung des Brandes auf den Dachbereich. Weitere Einsatzabschnitte übernahmen die Versorgung der Verletzten und die Einsatzstellenhygiene. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das gesamte Gebäude maschinell belüftet.

Bei dem mehrstündigen Einsatz waren knapp 65 Feuerwehrleute der Brandschutzabschnitte Mitte und Süd. Im Einzelnen waren dies die Einheiten Lichtenau, Kleinenberg, Blankenrode, Dalheim, Henglarn, Husen und Atteln. Der Gerätewagen Logistik der Kreisfeuerwehrzentrale aus Büren-Ahden sorgte für den nötigen Nachschub an Atemschutzgeräten. Erst gegen 12.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Die beiden verletzten Hausbewohner wurden vom Notarzt aus Marsberg (Hochsauerlandkreis) medizinisch gesichtet und anschließend vom Rettungswagen aus Borchen in einen Paderborner Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei nahm noch im Laufe des Tages ihre Ermittlungen zur Brandursache auf. Der Sachschaden wird mindestens auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.

Text: Ralph Meyer, Fotos: Feuerwehr Lichtenau.