Mehr als 300 Angehörige der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Paderborn trafen sich am Freitagabend zur jährlichen Nachtwanderung, die in diesem Jahr von der Feuerwehr Borchen ausgerichtet wurde.
Borchen. Ein etwa 15-köpfiges Team der Jugendwarte aller fünf Löschzüge um Florian Möllenhoff und Kerstin Dietz hatten das Event vorbereitet, das bei den knapp Nachwuchslöschern im Kreis schon Kultstatus hat. Neben den rund sechs Kilometern Fußmarsch kreuz und quer durch Kirch- und Nordborchen hatte die Jugendwarte fünf Stationen eingerichtet, wo die einzelnen Gruppen verschiedene knifflige Aufgaben zu lösen hatten, bei denen Geschicklichkeit, Fachwissen und Teamfähigkeit gefordert wurden. Start und Ziel waren am Feuerwehrgerätehaus in Kirchborchen, wo nach der Wanderung ein herzhafter Imbiss auf die Jugendlichen wartete.
Landrat Christoph Rüther, Borchens Bürgermeister Uwe Gockel, Kreisjugendfeuerwehrwart Jürgen Kersting und Vize-Kreisbrandmeister Bernd Lüke schauten sich an allen Stationen um und machten auch bei den angebotenen Übungen mit. So versuchten Bürgermeister und Landrat zum Takt von „Stayin‘ alive“ die Übungspuppen „Little Anne“ im Haus der Malteser per Herzdruckmassage am Leben zu halten. Lara Köhncke, Moderatorin des MHD-Projekts „Mitmachen verbindet“, und Sven Finke sahen zwar noch eine Menge Luft nach oben, attestierten den prominenten Ersthelfern jedoch „insgesamt gute Werte“.
Auf dem Schulhof der Grundschule Nordborchen ging es um Sand. Die Teilnehmer mussten drei Eimer mit einem, vier und sechs Kilo Sand füllen. Gar nicht so einfach. Wie war das noch mit dem spezischen Gewicht? Landrat und Bürgermeister schlugen sich als Team recht gut, hatten aber jeweils zu viel Sand gebunkert.
Weitere Stationen waren das Gerätefühlen, wo die Teilnehmenden in einer Kiste mit verbundenen Augen Feuerwehrgeräte wie Strahlrohr oder Verteiler allein durch Abtasten mit den Händen erkennen mussten. An einer weiteren Station waren pantomimische Fähigkeiten gefragt. Auf einer Decke simulierten die Probanden den Einsatz bestimmter Ausrüstungsgegenstände, die vom Team erraten werden mussten.
Geschicklichkeit war Trumpf beim Eierlaufen. Die Jugendlichen mussten einen Tennisball mit einem Kochlöffel über einen Parcours befördern, der es in sich hatte. Der Weg führte über Getränkekisten, die durch Holzbohlen verbunden waren, und die Jugendlichen mussten die Strecke erweitern, ohne den Tennisball fallen zu lassen.
An allen Stationen wurden fleißig Punkte gesammelt. Bis zu Bekanntgabe der Ergebnisse müssen sich die Jugendfeuerwehrleute allerdings noch gedulden, denn die Sieger werden erst bei der Delegiertentagung der Jugendfeuerwehr Ende April 2027 bekannt gegeben. Der Lohn steht allerdings bereits fest: Kiloweise Gummibären, die natürlich in Gemeinschaft noch viel besser munden.
Text und Fotos: VdF/Ralph Meyer