An der Geseker Straße in Salzkotten brannte am frühen Donnerstagmorgen der massive Anbau einer verlassenen Villa neben dem Lidl-Markt. Die Feuerwehr Salzkotten war mehrere Stunden mit rund 45 Feuerwehrleuten aus vier Einheiten im Löscheinsatz.
Salzkotten. Um 4.54 Uhr alarmierte die Leitstelle des aufgrund eines Notrufs zunächst unter dem Stichwort „Feuer 2, Carportbrand“ die Einheiten Salzkotten und Upsprunge, berichtet Einsatzleiter Markus Röhren, Löschzugführer der Einheit Scharmede. Bereits auf der Anfahrt sahen die Einsatzkräfte Flammenschein und eine starke Rauchentwicklung auf der Gebäudeseite in Richtung Lidl-Parkplatz. Daraufhin wurde das Einsatzstichwort um 5.03 Uhr auf Feuer 3 erhöht. Zur Unterstützung wurden zeitgleich die Einheiten Verne und Thüle alarmiert.
Eine erste Erkundung ergab, dass an der westlichen Gebäudeseite ein etwa 50 Quadratmeter großer Anbau in massiver Bauweise mit einer Holzdecke in Vollbrand stand. Der brennende Anbau, bei dem es augenscheinlich um ein ehemaliges, privates Schwimmbad handelte, grenzt unmittelbar an die Lärmschutzwand des Lidl-Areals. Das Feuer breitete isch auch auf Doppelgarage und Zaunelemente aus. Die Flammen wurden von mehreren Seiten und über den Korb der Drehleiter, die auf dem Lidl-Parkplatz stand, bekämpft. Dazu setzte die Feuerwehr mehrere Trupps unter Atemschutz ein.
Um auszuschließen, dass die Flammen auch auf das zweigeschossige Wohnhaus übergegriffen hatten, drangen die Einsatzkräfte in verschlossene Wohnhaus ein, das massiv mit Holzplatten gegen ungebetene Besucher gesichert worden war. Schließlich konnten sich die Feuerwehrleute über die ebenfalls stark gesicherte Eingangstür und Fenster einen Zugang ins Erdgeschoss verschaffen.
Bei einer Kontrolle aller Geschosse bis zum Spitzboden mit der Wärmebildkamera stellte sich heraus, dass die Villa im Inneren nur erheblich verraucht war. Flammeneinwirkung im Inneren konnte die Feuerwehr nicht feststellen. Daraufhin wurde das Gebäude maschinell belüftet.
Die Polizei nahm noch in der Nacht ihre Ermittlungen zu Brandursache auf. Sie ist allerdings noch unklar Aufgrund der isolierten Lage des Gebäudes und der massiven Sicherung des Anwesens schließen die Ermittler eine vorsätzliche Brandstiftung nicht aus. Der Feuerwehreinsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Die Schadenshöhe wird auf einen sechstelligen Betrag geschätzt.
Text, Foto: Ralph Meyer