Previous Next

18. Juli. Paderborn Sande.

Dramatische Suchaktion in der Nacht zum Sonntag am Paderborner Lippesee. Kurz nach Mitternacht meldeten Besucher vom Salitos Beach aus einen Badeunfall mit einem vermissten Schwimmer. Für kurze Zeit sollen auch Hilferufe aus dem Dunkel der Nacht zu hören gewesen sein.

 

Paderborn-Sande. Um 0.09 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises Paderborn die Paderborner Feuerwehr unter dem Alarmstichwort „Wasserrettung“. Rund 60 Einsatzkräfte rückten daraufhin zum Lippesee aus. Im Einsatz waren neben den Besatzungen der beruflichen Wachen Nord und Süd einschließlich der Tauchergruppe auch die Freiwilligen der Einheiten Elsen und Sande. Auch die Fachleute der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Paderborn rückten zum Lippesee aus, berichtet Feuerwehreinsatzleiter Sebastian Guhl.
 
Am Lippesee ließen die Retter im Bereich der DLRG-Station zwei Boote der Feuerwehr und ein Boot der DLRG zu Wasser, während sich zwei Taucher der Feuerwehr am Gerätewagen Taucher einsatzbereit machten. Mit Hilfe der Drehleiter wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Von den Booten aus suchten Feuerwehr und DLRG den Bereich des Sees ab, in dem der vermisste Schwimmer vermutet wurde. Ein Rettungswagen und ein Notarzt standen ebenfalls in Bereitstellung. Da die Feuerwehr mit einer längeren Einsatzdauer rechnete, wurde auch der Verpflegungstrupp der Einheit Elsen alarmiert. 
 
Um den See auch aus der Luft kontrollieren zu könnte, forderte die Einsatzleitung einen Hubschrauber der Polizei an, der die Wasseroberfläche und die Uferbereiche mit einer Wärmebildkamera kontrollieren sollte. Allerdings funktioniert diese Suche nur bis zu einer Wassertiefe von etwa einem Meter. Befindet sich die vermisste Person in einer größeren Wassertiefe, kann das die Wärmebildkamera nicht mehr zuverlässig anzeigen. 
 
Bei ihren Flügen über den See machte die Hubschrauberbesatzung eine Gruppe von sechs Personen ausfindig, die auf einer Insel im See feierten. Sie wurden von der Feuerwehr mit Booten ans Ufer gebracht. Außerdem warteten noch zwei Angler mit Booten auf dem Lippesee darauf, dass die Fische beißen.
 
Da die Suchaktion bis in die frühen Morgenstunden keine weiteren Hinweise auf die vermisste Person erbrachte, wurde sie in den frühen Morgenstunden erfolglos abgebrochen.  Für die Paderborner Feuerwehr war es bereits der zweite größere Wasserrettungseinsatz am Lippesee innerhalb eines Jahres.