JHV Delbrück, Löschzug Lippling.

Lipplinger Feuerwehrkameraden blicken auf einsatztechnisch ruhiges Jahr zurück.

Lippling (al). Rückblick in Lippling: Verlief das Einsatzjahr mit 36 Alarmierungen und 1101 Einsatzstunden so ruhig wie lange nicht, verlangte der Bau des neuen Gerätehauses den 49 aktiven Kameraden sowie den 27 Mitgliedern der Ehrenabteilung und acht Mitgliedern der Jugendfeuerwehr jede freie Minute ab.

»Auf das, was wir am Gerätehaus geleistet haben, können wir zurecht stolz sein«, stellte Löschzugführer Klaus Ringkamp angesichts der mehr als 10 000 Arbeitsstunden und einem Gegenwert von 250 000 Euro in Eigenleistung fest. Die Eröffnung im August wurde so zu einem echten Höhepunkt im Jahr des 85-jährigen Bestehens des Löschzuges. Im Etat der Stadt sind für das Jahr 2012 weitere 90 000 Euro für den Ausbau des Dachgeschosses vorgesehen. Hier werden noch Gruppen- und Verwaltungsräume ausgebaut und eingerichtet.
Lobende Worte für die Einsatzbereitschaft der Kameraden fand Bürgermeister Werner Peitz: »Ihr seid neben Beruf und Familie 24 Stunden in Bereitschaft und jederzeit abrufbar. Das ist eine herausragende und nicht selbstverständliche Leistung. Peitz dankte ausdrücklich den Arbeitgebern, die den schnellen und unkomplizierten Einsatz der Rettungskräfte erst ermöglichten. Er bestätigte intensive Gespräche in Sachen Notarzteinsatzfahrzeug und Rettungswagen: »Wir gehen keine Kompromisse ein, wenn es um die Sicherheit geht. Die Gespräche mit dem Kreis befinden sich auf einem guten Weg.«

Den Kameradschaftsgedanken stellte Wehrführer Reinhard Brand heraus. »Die Delbrücker Wehr zeichnet sich durch große Geschlossenheit und Vertrauen aus«, betonte Brand. Er machte klar, dass die seit Oktober 2010 laufende Überprüfung der Einsatzzeiten und der Aufstellung der Wehr kein Pappenstil war: »Wir sind froh, das so überstanden zu haben.«
Herausragend waren die Ehrungen für verdiente Kameraden das Löschzuges. So gratulierte Reinhard Brand zu zwei seltene Mitgliedsjubiläen. Für 70-jährige Mitgliedschaft erhielt Josef Ringkamp die Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes. Seit 60 Jahren trägt Johannes Austerschmidt den blauen Rock und wurde ebenfalls mit der Ehrenurkunde unter stehenden Ovationen des Löschzuges geehrt.

Das Ehrenzeichen des Stadtfeuerwehrverbandes Delbrück in Gold heftete Reinhard Brand an das Revers von Heinz Austenfeld. » Er ist seit Jahren ein verlässlicher Kamerad mit herausragenden Leistungen, die er auch beim Bau des Gerätehauses eingebracht hat«, sagte Brand, der für die Löschzugführer Klaus Ringkamp und Jürgen Sunder die Ehrenzeichen in Silber im Gepäck hatte. »Beide sind zuverlässige Ansprechpartner für die Wehrführung und waren auch beim Bau des Gerätehauses immer da, wenn sie gebraucht wurden«, begründete Brand die Auszeichnung.
Bericht: Westfälisches Volksblatt
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Ihre große Leidenschaft ist schon seit vielen Jahren die Feuerwehr. Für ihr Engagement wurden ausgezeichnet (von links): Heinz Austenfeld, Johannes Austerschmidt, Löschzugführer Klaus Ringkamp, Josef Ringkamp und der stellvertretende Löschzugführer Jürgen Sunder. Foto: WB Axel Langer