17. Januar. Hövelhof.

Feuerwehr Hövelhof. Lebensretter in allen Lagen.
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Die Hövelhofer Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr viel zu tun. Die 93 Feuerwehrleute rückten laut der jetzt vorgelegten Jahresbilanz zum Beispiel zu 42 Bränden und 75 Hilfeleistungen aus. Das Foto entstand im Dezember beim Brand am Rotheweg. Archivfoto: Axel Langer
92 Kameraden der Hövelhofer Feuerwehr hatten 2012 gut zu tun

Hövelhof (WV). Über Langeweile dürfen sich die Feuerwehrleute in Hövelhof wahrlich nicht beklagen. Allein im vergangenen Jahr war ihr Einsatz 267 Mal gefragt, wie der Blick in die Statistik zeigt.

Bei insgesamt 83 Einsätzen der Hövelhofer Feuerwehr lautete die Einsatzmeldung »Mitbürger in Notlage«, dabei wurden 137 Menschen gerettet oder betreut.
Zu 42 Brandeinsätzen wurde die Feuerwehr aus Hövelhof gerufen, die inzwischen 92 aktive Mitglieder in ihren Reihen hat. Dazu zählten mehrere Wald- und Flächenbrände, Auslösungen von Brandmeldeanlagen, Brände in Industriebetrieben und Wohnungsbrände.
Bei einem Wohnungsbrand im August konnte eine Person aus dem verrauchten Wohnhaus gerettet werden. Kurz vor Weihnachten brannte der Dachstuhl eines Wohnhauses. Der größte Anteil der Einsätze entfiel auf den Bereich Hilfeleistungen: insgesamt 75 Einsätze. Neben dem Umweltschutz und Menschen in Notlagen rückte die Wehr zu sieben schweren Verkehrsunfällen aus, dreimal hieß das Einsatzstichwort »Person eingeklemmt«. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A33 konnte ein Autofahrer nur noch tot geborgen werden, als er mit hoher Geschwindigkeit auf einen fahrenden Lastwagen auffuhr. Beide Fahrzeuge wurden in den Graben neben der Autobahn geschleudert, der Lkw begrub dabei das Auto unter sich.
Sturmeinsätze und Wasser in Kellern waren achtmal das Einsatzstichwort.

Auch zu Tierrettungen rückte die Wehr elfmal aus, unter anderem wurden dabei Greifvögel, Schlangen und Katzen von den Spezialisten gerettet. Die so genannten »First Responder« der Feuerwehr Hövelhof haben sich auch im abgelaufenen Jahr bewährt. Zu 34 Einsätzen wurden sie gerufen, weil der Rettungsdienst aus Hövelhof bereits in anderen Einsätzen gebunden war. Die Rettungszeiten konnten so deutlich minimiert werden, bis Rettungsdienste aus der Umgebung aufgrund der langen Anfahrtszeit an der Einsatzstelle eintrafen. Die leitenden Notärzte aus Hövelhof wurden zu insgesamt sieben Einsätzen alarmiert. Im Schnitt einmal pro Monat sind die Notfallseelsorger zum Einsatz gekommen.

Die Informations- und Kommunikationsgruppe der Feuerwehr Hövelhof hatte insgesamt acht Einsätze im gesamten Kreisgebiet von Paderborn zu bewältigen. Auch im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes waren die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte aus Hövelhof sehr aktiv. Etwa 200 Interessierten wurde der Umgang mit Feuerlöschern erläutert und beigebracht. 170 Kinder aus den örtlichen Kindergärten und Schulen erhielten eine Brandschutzerziehung. Brandschauen und Brandsicherheitswachen wurden ebenfalls durch die Kameraden in ihrer Freizeit geleistet.

Nicht nur im Hövelhofer Einzugsbereich war die Sennewehr tätig. Zu 29 überörtlichen Hilfeleistungen und Bränden wurde die Wehr ins gesamte Kreisgebiet, nach Schloß Holte-Stukenbrock und Dortmund gerufen.
Für die Aus- und Fortbildung nahmen alle Kameraden der Feuerwehr in unzähligen Stunden an Fortbildungen, Lehrgängen und Dienstabenden auf Standort- und Kreisebene teil. Sonder- und Führungslehrgänge wurden in Münster, Ahrweiler und Ludwighafen besucht.

Bericht: Westfälisches Volksblatt