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16. März. Paderborn.

Wache Süd an Kapazitätsgrenze. Feuerwehr hofft auf Anbau, um dem Ehrenamt mehr Raum zu geben.{gallery}news/2018/180316pb{/gallery}

 

Paderborn: Die Paderborner Feuerwache Süd platzt aus allen Nähten. Das hat Feuerwehrchef Ralf Schmitz während der Jahreshauptversammlung noch einmal deutlich gemacht. Er und seine Kollegen hoffen darauf, dass zügig ein Anbau realisiert werden kann. Wann das geschieht, ist aber weiter unklar.

Das Feuerwehrgebäude an der Breslauer Straße ist 1998 in Betrieb genommen worden – allerdings als reine Feuerwache. Die Rettungswache für Notarzt und Krankenwagen sollte nach Angaben von Ralf Schmitz auf einem Parkplatz neben der Feuerwache entstehen.

In den vergangenen 20 Jahren ist in dieser Hinsicht aber nichts geschehen: Im Gegenteil: »Das Personal hat sich zwischenzeitlich verdoppelt«, berichtet Ralf Schmitz. Mit Folgen vor allem für die ehrenamtlichen Kräfte. Der Löschzug Stadtmitte (60 Aktive) habe seit geraumer Zeit weder Büro noch Aufenthaltsraum. Der Spielmannszug musste seinen Lager- und Besprechungsraum aufgeben und übt nun im Sportraum, »der allerdings auch von der Wachabteilung genutzt wird«, bemängelt Ralf Schmitz. Und auch das habe wiederum Folgen: Neu angeschaffte Instrumente seien beispielsweise schon durch Sporttreibende beschädigt worden.
Folgen hat die räumliche Enge auch für die Feuerwehrleute, die im Einsatzfall ausrücken wollen. Sie finden kaum Parkplätze und stellten in der Hektik ihre Fahrzeuge oft kreuz und quer auf dem Hof ab.

Ziel müsse es sein, den bereits ins Raumprogramm der Stadt aufgenommenen und seit 20 Jahren geplanten Neubau der Rettungswache schnell voranzubringen, »damit das Ehrenamt wieder seinen festen Platz auf der Wache Süd haben kann«, macht Ralf Schmitz deutlich. Wie nötig ein Neubau ist, machen auch andere Zahlen deutlich: Mit 7166 Einsätzen ist die Wache Süd die am höchsten belastete Rettungswache im Stadt- und Kreisgebiet.

Dass der Neubau einer Rettungswache auf dem Nachbargrundstück notwendig ist, darüber herrscht Einigkeit, berichtet auch die Stadt Paderborn in einer Stellungnahme. Die Planung sieht eine reine Nutzfläche, ohne Verkehrs- und Konstruktionsflächen wie Flure, in einer Größe von 2500 Quadratmetern vor. »Seit Dezember 2015 laufen verwaltungsintern die Vorbereitungen für die Erweiterung. Wann die Arbeiten für den Neubau beginnen werden, steht noch nicht fest«, macht die Stadt in einer Stellungnahme deutlich. Dies hänge von der Verabschiedung des Rettungsdienstbedarfsplans ab, in den das Bauvorhaben aufgenommen werden müsse.

Quelle: Westfälisches Volksblatt