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27. Februar. Kreis Paderborn.

Coronavirus: Keine Verdachtsfälle im Kreis Paderborn, Paderborner Kreisgesundheitsamt steht in Kontakt mit allen medizinischen Einrichtungen und Behörden.


 
Kreis Paderborn (krpb). Nach China und Italien breitet sich das neue Corona-Virus SARS-CoV-2 weiter aus. Auch in Deutschland gibt es vereinzelte Fälle. Nach den ersten bestätigten Infektionsfällen in NRW mit SARS-CoV-2 hat das Paderborner Kreisgesundheitsamt das Vorgehen bei einem möglichen Verdachtsfall aktualisiert: Reiserückkehrer aus Gebieten, in denen das SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde und die unter grippeähnlichen Symptomen leiden, oder Menschen, die nachweislich Kontakt zu einem Infizierten hatten, sollten ihren Arzt telefonisch kontaktieren und keinesfalls eine Praxis aufsuchen. Wer nicht lebensbedrohlich erkrankt ist, kann außerhalb der Sprechzeiten unter der Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 ärztliche Hilfe erreichen. „Wenn wir einen begründeten Verdachtsfall haben, muss es unser Ziel sein, Infizierte zu isolieren, Kontakte zu ermitteln und Infektionsketten vor Ort möglichst schnell zu durchbrechen“, betont die leitende Amtsärztin Dr. Constanze Kuhnert.
 
Bereits Verdachtsfälle sind von den Ärzten dem Paderborner Kreisgesundheitsamt zu melden. „Wenn jemand einen begründeten Verdacht hat, sich mit den Coronaviren angesteckt zu haben, sollte er umgehend seinen Arzt telefonisch kontaktieren und auf einen Hausbesuch bestehen“, bekräftigt Kuhnert. Der Arzt mache dann einen Abstrich und schicke diesen ein. Das Ergebnis des Labors liegt spätestens nach acht Stunden vor. Bis dahin sollte der möglicherweise Infizierte zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken. „Wir kümmern uns“, unterstreicht Kuhnert. Sämtliche Abläufe bei einem möglichen Coronavirengeschehen sind detailliert vom Robert-Koch-Institut (RKI) einheitlich vorgegeben und geregelt. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt beobachtet wachsam und aufmerksam das derzeitige Geschehen und steht in ständigem Kontakt mit allen relevanten Behörden und medizinischen Einrichtungen. „Wir sind auf solche Situationen vorbereitet und aufgestellt“, betont Kuhnert. Das RKI erfasst kontinuierlich die Lage und schätzt das Risiko für die Bevölkerung derzeit als gering bis mäßig ein.
 
Zu den Symptomen des Coronavirus zählen Erkältungssymptome wie Husten, Fieber und Schnupfen bis hin zu Atemnot. Diese Symptome können allerdings auch durch die Grippe ausgelöst werden, die derzeit grassiert. „Wie bei Erkältungs- und Grippeviren schützen ein ausreichender Abstand zu Erkrankten, eine gute Nies-Etikette und Handygiene am besten vor einer möglichen Ansteckung“, bekräftigt Kuhnert: Beim Husten und Niesen also Abstand halten und sich wegdrehen, in die Armbeuge niesen. Am besten in ein Taschentuch, das sofort entsorgt wird und Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen, lauten auch die Empfehlungen des Paderborner Kreisgesundheitsamtes.
 
Die leitende Amtsärztin warnt vor Panikmache. „Bitte vertrauen Sie nur auf überprüfte Informationen und beteiligen Sie nicht an Spekulationen“, warnt Kuhnert. Der Kreis Paderborn hat auf seinen Seiten alle Infos und links zu gesicherten Informationen des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesgesundheitsministeriums zusammengestellt, die fortlaufend aktualisiert werden. Auch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW informiert auf seiner Homepage und hat ein Bürgertelefon unter der (0211) 8554774 eingerichtet.
 
Quelle: M. Pitz, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kreis Paderborn