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7. Januar. Lichtenau.

Der Löschzug Lichtenau steht vor großen Herausforderungen. Das ist während der Generalversammlung des Fördervereins deutlich geworden. Zwar sei die Einsatzbereitschaft auf einem hohen Niveau, dennoch bleibe die personelle Situation angespannt.

 

Lichtenau. Zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßte der Vorstand des Fördervereins. Der Vorsitzende Andreas Dreier hieß unter anderem den zweiten stellvertretenden Bürgermeister Johannes Wächter, Vertreter der Jugendfeuerwehr, der Alters- und Ehrenabteilung sowie zahlreiche aktive Löschzugmitglieder willkommen. Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden der verstorbenen Kameraden. Besonders erinnerten sie an Hubert Paschen aus der Löschgruppe Ebbinghausen.

Eine große Herausforderung für den Löschzug sei weiterhin die Unterbesetzung. Deshalb warb Dreier erneut für die Gewinnung neuer Mitglieder. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass der Löschzug Lichtenau mit Jan-Niklas Bentfeld, Leon Grünschlag, Louis Kurte und Phil Sander vier neue Kameraden in der Einsatzabteilung aufgenommen hat. Zudem sei die Nachfrage für einen Dienst in der Kinderfeuerwehr inzwischen so groß, dass die Wartezeit bis zur Aufnahme bei mehr als einem Jahr liegt.

Ausbilder fehlen. Andererseits fehle es auch in der Jugendfeuerwehr an Ausbildern. Hier plane die Löschzugführung eine engere Zusammenarbeit zwischen Jugend- und Einsatzabteilung. Ein entsprechendes Konzept soll in den kommenden Wochen erarbeitet werden. Als Höhepunkt des Jahres nannte Dreier die Einweihung und Indienststellung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges (HLF 20) im September. Das neue Fahrzeug löste das bereits in die Jahre gekommene Hauptfahrzeug des Löschzuges (Baujahr 1999) ab. Mit zahlreichen Innovationen und neuen Ausrüstungsmerkmalen bringe es einen enormen Fortschritt für die Feuerwehr der Energiestadt Lichtenau mit sich, die bei den Einsätzen stark gefordert seien.

Auch eine Übersicht über die Einsätze 2025 gab es. Zwar rückte der Löschzug etwas seltener als im Vorjahr aus, dafür seien mehrere Einsätze besonders zeitaufwendig gewesen. Dabei entfielen mit 26 Alarmierungen die meisten Einsatzstichworte in den Bereich der technischen Hilfeleistung. Hierzu zählten unter anderem mehrere Verkehrsunfälle, bei denen die Feuerwehrleute auch verletzte Personen aus ihren Fahrzeugen befreien mussten.

Zwei Großbrände. 17-mal wurde der Löschzug Lichtenau zu Bränden im Kernort Lichtenau und im Stadtgebiet alarmiert. Darunter waren zwei Großbrände in Herbram und Kleinenberg. Bei zehn Alarmierungen handelte es sich um Fehleinsätze. Hier sorgten Handys, die von ihren Besitzern auf Autodächern vergessen wurden und beim Herabfallen während der Fahrt einen automatischen Alarm absetzten, für wachsende Herausforderungen.

Einen weiteren großen Einsatzbereich deckte die Notfallhelfereinheit am Standort Lichtenau zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei medizinischen Notfällen in Lichtenau ab. Sie wurde insgesamt 21-mal zu medizinischen Notfällen und Wiederbelebungen alarmiert. Insgesamt leistete der Löschzug Lichtenau in 74 Einsätzen mehr als 929 Einsatzstunden.Für das Jahr 2024 kamen somit aus den Einsätzen, Fort- und Weiterbildungen sowie weiteren Veranstaltungen des Löschzuges Lichtenau fast 7.000 ehrenamtlich geleistete Stunden zusammen. Dreier betonte, dass im Löschzug Lichtenau im Durchschnitt an jedem zweiten Kalendertag Dienstbetrieb stattfindet. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen kämen da noch hin- zu.

Ein Blick galt auch dem kommenden Jahr. Anlässlich des 700-jährigen Dorfjubiläums soll auch der traditionelle Tag der offenen Tür des Löschzugs stattfinden. In diesem Rahmen soll zudem die Partnerschaft mit der Feuerwehr aus der polnischen Partnerstadt Pieniężno offiziell besiegelt werden. Darüber hinaus ist wieder eine Familienfahrt für die aktiven Mitglieder geplant.

Bericht: Feuerwehr Lichtenau.