Bei Betonarbeiten im Zuge der Erweiterung der Franz-Stock-Realschule in der Sennegemeinde Hövelhof sind am Montagvormittag auf der Baustelle drei Bauarbeiter verletzt worden, zwei von ihnen schwer, als die tonnenschwere Betonpumpe plötzlich umkippte, nachdem der Boden unter einem Abstützelement plötzlich nachgab.
Hövelhof. Die drei Bauarbeiter wurden vom Ausleger der Autobetonpumpe erfasst und erlitten schwere Kopf- und Beinverletzungen. Ein weiterer Bauarbeiter wurde am Arm verletzt. Um 10.26 Uhr alarmierte die Leitstelle unter dem Stichwort „patientenorientierte Rettung“ die Feuerwehr Hövelhof, die umgehend mit rund 30 Kräften und mehreren Großfahrzeugen zum Schulzentrum ausrückte, berichtet Einsatzleiter Sebastian Lienen, Leiter der Feuerwehr Hövelhof.
Dort wurden die Bauarbeiter, die weder eingeklemmt noch eingeschlossen waren, notärztlich gesichtet und anschließend mit Schleifkorbtragen über die Bewehrungs-Stahlmatten aus dem Gefahrenbereich gerettet. Mit insgesamt drei Rettungswagen aus Hövelhof und Delbrück wurden sie anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Notfallseelsorgerinnen kümmerten sich um die Kollegen der verletzten Bauarbeiter.
Am Montag sollte die Grundplatte des Erweiterungsbaus der Franz-Stock Realschule gegossen werden. Mehrere Automischer fertigem Beton warteten auf ihre Entladung, als sich der Unfall ereignete. Im Dezember 2025 erfolgte der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von rund 1.600 Quadratmetern. In dem Neubau, der westlich des Bestandsgebäudes liegt, sollen Fach- und Differenzierungsräume geschaffen werden. Die Baukosten schätzt die Gemeinde auf rund sechs Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant.
Die Polizei nahm noch am Vormittag die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Auch das Amt für Arbeitsschutz wurde eingeschaltet.
Text und Foto: Ralph Meyer