Ihre Jahresbilanz zogen die Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Paderborn bei ihrem Delegiertentag, der in diesem Jahr erneut im Lehrsaal der Feuer- und Rettungswache Süd der Feuerwehr Paderborn stattfand. 2025 war ein sehr ereignisreiches Jahr für die Jugendfeuerwehren des Kreises Paderborn mit zahlreichen Ausbildungs- und Freizeitaktivitäten, berichteten die beiden Kreisjugendfeuerwehrwartinnen Stefanie Duscha (Büren) und Lea Kesselmeier (Hövelhof).
Paderborn. Zum Jahresende zählte die Jugendfeuerwehr des Kreises Paderborn insgesamt 596 Mitglieder, davon sind 126 Mädchen. Es gab 70 Neuaufnahmen in die Jugendfeuerwehr (davon 20 Mädchen), 11 Zugänge aus der Kinder- in die Jugendfeuerwehr (davon ein Mädchen) und 52 Übertritte aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung (davon zehn junge Frauen). Seit 2025 gehört auch die Jugendfeuerwehr Sande zum Kreisverband.
Bereits bei der Verbandsversammlung des Verbandes der Feuerwehren (VdF) im Kreis Paderborn am Wochenende hatte Bezirksbrandmeister Elmar Keuter (Altenbeken) mit Blick auf die Personalsituation vieler ehrenamtlicher Feuerwehren gesagt, dass in jedes Gerätehaus sowohl eine Kinder- als auch eine Jugendfeuerwehr gehöre. Unterstützt wurden die Jugendfeuerwehren von 232 Betreuern, von denen insgesamt 954 Stunden in der feuerwehrtechnischen Ausbildung geleistet wurden. Addiert man die Stunden, die unter anderem für die Vorbereitungen auf die Wettbewerbe und die zur Unterstützung der örtlichen Vereine geleistet wurden, kommt am Ende eine beachtliche Summe von 1.866 geleisteten Stunden zusammen.
Im Jahre 2025 legten sechs Jugendfeuerwehren die Prüfungen zur Jugendflamme, Stufen 1 und 2, ab. Dabei wurde die Jugendflamme 1 insgesamt 45-mal, und die Jugendflamme 2 insgesamt 51-mal verliehen. Die Leistungsspange erreichten 40 Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Delbrück, Hövelhof, Paderborn, Salzkotten und Wewer. Ein besonderes Highlight war das Kreiszeltlager am Diemelsee, an dem 100 Jugendliche aus dem Kreis Paderborn teilgenommen haben. Auf dem Programm standen unter anderem eine kleine Nachtwanderung sowie die Lager Olympiade, bei der die Jugendlichen ihr Geschick und feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen mussten. Die rund 100 Teilnehmer wurden hervorragend von dem Küchenteam rund um Manfred Albrecht vom Verpflegungstrupp der Einheit Elsen der Feuerwehr Paderborn, in Jugendfeuerwehrkreisen auch als „McManny“ bekannt, versorgt.
An der Nachtwanderung Ende Oktober in Hövelhof nahmen 17 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Paderborn, die THW-Jugend und die Jugendfeuerwehr aus Schloß Holte-Stukenbrock teil. Den ersten Platz sicherten sich die Gäste aus dem Nachbarkreis, die Plätze zwei und drei belegten die Jugendfeuerwehren aus Lichtenau und Borchen. In diesem Jahr findet die Nachtwanderung auf Kreisebene am Freitag, 30. Oktober statt. Ausrichter ist die Jugendfeuerwehr Borchen.
„Ihr seid die Zukunft der Feuerwehr“, rief Robert Siemensmeyer, Paderborns Vize-Bürgermeister und zugleich viele Jahrzehnte in führenden Positionen bei der Feuerwehr Paderborn, den Delegierten zu. An die Adresse der Betreuer sagte: „Es ist eine tolle Leistung, junge Menschen ein Stück auf dem Weg in die Feuerwehr zu begleiten. Tobias Rupprecht, Vize-Kreisbrandmeister und Leiter der Feuerwehr Salzkotten, betonte, „die Mitgliederzahlen machen mich froh“.
Mit Blick auf das geplante Katastrophenschutzzentrum sagte Rupprecht: „Ich hoffe irgendwann auf grünes Licht für das Projekt“, das ein Garant für eine moderne Ausbildung wäre, „vielleicht sogar ein IdF light“.Kreisjugendfeuerwehrwart Jürgen Kersting (Delbrück) und sein Team zeichneten bei der Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Feuer- und Rettungswache Süd in Paderborn Thomas Wiethoff (Hövelhof), Helena Bochnig und Ulrich Hagenbrock (beide Delbrück) mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen in Bronze aus. Eine Ehrennadel in Silber erhielt Jonas Bee (Bad Lippspringe).
Text, Foto: Ralph Meyer