24. Februar. Altenbeken.

Jahreshauptversammlung Feuerwehr Altenbeken.
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Altenbeken (my). Als „eine Wehr, wo alles passt und ein Rädchen ins andere greift“, bezeichnete Vize-Kreisbrandmeister Bernhard Lücke bei der Jahreshauptversammlung in der Schwaneyer Schützenhalle die 244 Feuerwehrleute starke Freiwillige Feuerwehr Altenbeken.

Als arbeitsintensiv und ereignisreich präsentierte sich das vergangene Jahr für die 137 aktiven Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken. „Das braucht eine Menge Motivation“, unterstrich Wehrführer Josef Lütkemeyer.
Im Jahr 2012 rückten die drei Löschzüge zu insgesamt 198 Einsätzen aus. 101 Mal waren die Buker Aktiven am Zuge, 63 Mal der Löschzug Altenbeken, und zu 34 Einsätzen wurde der Löschzug Schwaney alarmiert. Neben 80 Brandeinsätzen warteten 53 technische Hilfeleistungen und elf Tierrettungseinsätze auf die Aktiven. In 30 Fällen rückten die First Responder, die Notfallhelfer aus, wenn der Rettungsdienst bereits im Einsatz war.
In der Eggegemeinde bietet die Feuerwehr die Rettung aus einer Hand. Die 19 Mitarbeiter der Rettungswache Buke, die im vergangenen Jahr 20-jähriges Bestehen feierte, rückten zu 746 Einsätzen mit dem Rettungswagen aus, 324 Mal mit dem Notarzt. 123 Fahrten führten in den Kreis Höxter.
Allein 14 Mal wurden die Einheiten aus Altenbeken und Buke zu Alarmen der Brandmeldeanlage im Seniorenzentrum Schützenweg in Altenbeken gerufen.
In der letzten Woche des vergangenen Jahres wurde die Eggewehr innerhalb von nur sechs Tagen zu zwei Großbränden alarmiert – in Schwaney brannte eine Reithalle, und in Buke stand das Strohlager eines landwirtschaftlichen Betriebes in Flammen.
Insgesamt umfasst die Eggewehr 244 Mitglieder. Neben der 137 Personen starken Einsatzabteilung gehören 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, 40 der Ehrenabteilung und 54 Mitglieder dem Musikzug an. Von den Aktiven engagieren sich 24 zusätzlich in der First-Responder-Einheit und 12 in der Höhenrettung.


Ein Blick in die Statistik der Gesamtwehr zeigt, dass die Eggewehr im vergangenen Jahr insgesamt 8.505 Stunden im Einsatz war. Weitere 5.632 Stunden verbrachten die Feuerwehrleute bei Übungen und auf Dienstabenden. 4.537 Stunden lang drückten die 74 Aktiven bei Lehrgängen, Fortbildungen und Seminaren am Standort, in der Kreisfeuerwehrzentrale und am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster die Schulbank. Weitere 6.187 Stunden entfallen auf die Rettungsdienstgruppe. Insgesamt weist die Statistik eine Gesamtstundenzahl von 21.593 im vergangenen Jahr aus.
Insgesamt 185 Personen wurden im vergangenen Jahr in der Brandschutzerziehung unterwiesen. Die Schulungen fanden in Kindergärten und Grundschulen der Gemeinde statt.
Bürgermeister Hans Jürgen Wessels sprach von „beeindruckenden Leistungen der Feuerwehrleute für die Bürger der gemeinde“, und Landrat Manfred Müller nannte die hohe Zahl der eherenamtlich geleisteten Stunden „gewaltig“.

Wehrführer Johannes Lütkemeyer teilte mit, dass inzwischen auch die Feuerwehr Altenbeken mit Ernst Grauert einen Notfallseelsorger in den eigenen Reihen hat. Das neue Löschfahrzeug (LF 10) für den Löschzug Altenbeken soll bis Mitte des Jahres eintreffen. Als besonders wichtige Aufgabe sieht Lütkemeyer die Nachwuchsgewinnung an. Dringend gesucht für die Jugendfeuerwehr werden neue Mitglieder und Betreuer. Da Quereinsteiger bei den Wehren selten sind, ist die Jugendfeuerwehr die wichtigste Form der Nachwuchsgewinnung. Im vergangenen Jahr wechselten gleich sieben Mitglieder in die Einsatzabteilung.

Wer befördert wurde:
Neuaufnahmen: Denise Stübling, Lars Janßen, Marcus Johannesmeier, Peter Meilwes, Dominik Böddeker, Lukas Kleinhans und Christoph Striewe
Oberfeuerwehrmann/-frau: Florian Scherer, Dennis Güldner und Nina Fornefeld;
Hauptfeuerwehrmann/-frau: Nina Janßen und Heiko Krügel;
Unterbrandmeister: Sebastian Kaiser, Steffen Lober, Stefan Lütkemeyer, Laura Keuter und Raphaela Güldner;
Brandmeister: Mario Güldner, Jörg Runte, Sven Böddeker und Manuel Tegethoff;
Oberbrandmeister: Fabian Brockmann und André Wegener;
Gemeindebrandinspektor: Rainer Hartmann;
Brandoberinspektor: Sven Stratemann.

Bericht / Fotos: Neue Westfälische Ralph Meyer
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Bildzeilen: Auf der Karriereleiter weitergekommen. Die frisch beförderten und neu ernannten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken.


BZ: Ausgezeichnet mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes: Wehrführer Johannes Lütkemeyer, Landrat Manfred Müller, Ralf Schröder (Silber), Franz-Josef Mertens (Gold), Markus Fieseler (Silber) und Bürgermeister Hans Jürgen Wessels (v. l.).

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken wurden auch drei Feuewehr-Senioren ausgezeichnet. Die Ehrenurkunde des Landesfeuerwehrverbandes für 50-jährige Treue erhielt Jürgen Müller. Mit dem Treuorden der Gemeinde für 55 Jahre Mitgliedschaft wurde Georg Goeken ausgezeichnet, und Bernhard Schäfers gehört der Feuerwehr bereits seit 60 Jahren an.

Geehrt: Bernhard Schäfers, Jürgen Müller und Georg Goeken (vorn, v. l.); Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Hans Jürgen Wessels, Kreisbrandmeister Bernhard Lücke und Wehrführer Josef Lütkemeyer (hinten, v. l.) gratulierten. FOTO: RALPH MEYER